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Gottesdienst 5. April

Biblisches Votum für den Sonntag Palmarum, 5.4.2020

Der Menschensohn muss erhöht werden,
damit alle, die an ihn glauben, das ewige Lebenhaben. (Joh 3,14b.15)

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.

Amen.

Gebet

Gott,in den Zeiten der Unruhe fällt es mir schwer,
auf mich selbst zu hören, meinen eigenen Ton zu finden,
die Sprache des Vertrauens zu sprechen.
Es fällt mir schwer, das Belastende abzuwerfen,
das Fördernde zu erkennen und zu pflegen.

Einzustimmen in das Lied des Lebens.
Ich will still werden, mich selbst wahrnehmen,
meiner Seele Raum geben und sein wie ich bin.
Vor dir will ich mich überraschen lassen,
von mir selbst, meinem Nächsten, von Dir Gott.

Hilf mir!

Amen.

Lied zum Sonntag EG 98 Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt

Ein Text aus der Bibel
zum 6. Sonntag der Passionszeit, Palmarum bzw. Palmsonntag

Am nächsten Tag hörten die Menschen, die in großer Zahl zum Passafest gekommen waren,
dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war. Mit Palmzweigen in der Hand zogen sie zur Stadt hinaus,
um ihn zu empfangen. „Gepriesen sei Gott“, riefen sie. „Gesegnet sei er, der im Namen des Herrn kommt, der König von Israel!“Jesus ritt auf einem jungen Esel, den er hatte bekommen können.

In der Schrift heißt es: „Du brauchst dich nicht zu fürchten, Volk von Zion!
Dein König kommt, er reitet auf einem Eselfohlen.“

Dieses Wort erfüllte sich damals, doch das verstanden die Jünger zunächst noch nicht. Später allerdings, als Jesus in seiner Herrlichkeit offenbart war, erinnerten sie sich daran, dass man ihn genauso empfangen hatte, wie es in der Schrift vorausgesagt war.Die Menschen, die in großer Zahl dabei gewesen waren, als Jesus Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn von den Toten auferweckt hatte, hatten überall davon erzählt. Das war der Grund, weshalb ihm jetzt so viele Leute entgegenzogen. Sie hatten von dem Wunder gehört, das er getan hatte.

Da sagten die Pharisäer zueinander: „Ihr seht doch, dass wir so nicht weiterkommen. Alle Welt läuft ihm nach!“ (Johannes 12, 12-19)

Gedanken zum Weiterdenken

Jesus zieht in Jerusalem ein. Das wünschten wir uns, dass Gott nun bei uns einziehen möge.
Aber schon die Geschichte zeigt, dass es anders ist, als wir es uns vorstellen.
Nicht gewaltig, kein Wegzaubern der Umstände. Bescheiden geht er sehenden Auges in unmögliche Umstände, um sie zu retten. Die Menschen, die sich freuen, die voller Erwartungen sind, die, die ihm Böses wollen-alle- ohne Ausnahme,verstehen nicht die Zeichen der Zeit.
Jesus geht mitten in dieses Unverständnis, wird angegriffen, verlacht, stößt auf Enttäuschung und Niedertracht, bleibt einsam und auch seine engsten Freunde begreifen nicht, warum er nicht jetzt sofort die Umstände verändert.
Er teilt sein Schicksal mit den Einsamen, den Verstoßenen, den Ungehörten, den Leidenden. Um am Ende die einzige unglaubliche Botschaft zu hinterlassen: Ich leide mit euch bis in den Tod und durch den Tod hindurch,um euch neues, ewiges Leben zu schenken. Ein Auferstehen, von allem Falschen, den Illusionen von Macht und Machbarkeit, von Schuld.
Und es erfüllt sich, wie es schon vor langer Zeit geschrieben steht. Wie viele müssen heute diese Passion bis zum bitteren Ende erfahren?In den Krankenbetten, bei der bitteren Diagnose eines eventuell schweren Verlaufes des Virus.
Und da ist auch die andere Seite: Durch die schreckliche Aussichtslosigkeit hindurch will Gott uns ein neues Leben schenken, eine neue Chance.
Lebend oder sterbend ist es sein Plan, unsere Seele aufzuwecken, sie heilen zu lassen und uns die Augen zu öffnen für etwas vollkommen Neues.

Was lösen solche Gedanken in Dir aus?

Bist Du bereit für etwas unbekanntes Neues?

Wieviel Vertrauen kannst Du aufbringen?

Was meinst Du?

Bitten zum Weiterbeten

Gott, Du Barmherziger, hier sitze ich, allein mit meinen Gedanken und Sorgen, entfernt von meinen Lieben, von Freunden und Kollegen.

Ich bitte Dich, lass sie dort, wo sie sind, in Deiner Hand geborgen und beschützt sein.
Lass das Band unserer Wertschätzung und Liebe Tag für Tag wachsen.

Schenke mir Kraft zum Gebet und ein ruhiges Herz, dass auf Deine Führung vertraut.

Sei bei den vielen, die bis zur Erschöpfung für Kranke und Sterbende einstehen und schenke ihnen Kraft.

Hilf den Politikern und Politikerinnen und lass sie Momente der Weisheit und Einigkeit erfahren.

Sei bei den vielen, die jetzt sehr alleine sind, orientierungslos undängstlich und lass mich Möglichkeiten finden, Ängste in meiner Umgebung zu lindern. Rüste mich aus Gott und, vergiss mich nicht!

Amen.

Mit Jesus beten

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.



Segen

Du in deiner Angst,
ausgeliefert dem Ungewissen,
dem zähen Dahinschleichen
der Minuten,
Friede komme über dein unruhiges Herz,
dass du Kraft hast,
die geliebten Menschen
mit Gedanken des Vertrauens
zu umgeben
Gott selber wird dich umhüllen und halten mit seinem Segen.

Gehe nun gesegnet deiner Wege –Gott ist mit dir.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.