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Gottesdienst 17.Mai

Biblisches Votum

zum Sonntag Rogate, 17.5.2020

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft,
noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66,20)

Eröffnung

Im Namen Gottes,
des Vaters, des Sohnes,
des Heiligen Geistes.
Amen.

Gebet

Gott,du schenkst mir dein Ohr und bist einfach für mich da.
Heute. Immer. Mein Glück und meine Zweifel sind bei dir gut aufgehoben.
Meine Sehnsucht nach Hoffnung und mein Bedürfnis nach Trost nimmst du ernst.Wie gut, dass ich mit allem zu dir kommen kann.
Danke!
Amen.

Ein Text aus der Bibel

zum 5. Sonntag nach Ostern, dem Sonntag Rogate (= Betet!)

Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einen Berg.
Er setzte sich, seine Jünger versammelten sich um ihn,
und er begann sie zu lehren:

„Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Scheinheiligen: Sie stellen sich zum Beten gerne öffentlich hin, in Synagogen und an Straßenecken – damit alle Leute sie sehen können. Aber das sage ich euch:
Sie haben damit schon alles bekommen, was sie wollten.

Wenn du betest, dann geh doch lieber in dein Zimmer und schließ die Tür. Bete zu deinem Vater – auch wenn du ihn nicht siehst.

Und dein Vater, der auch das sieht, was tief in dir verborgen ist, wird dich mit Gutem erfüllen. Plappert dabei eure Gebete nicht gedankenlos vor euch hin – so machen es die Menschen, die von Gott keine Ahnung haben!

Sie meinen, ihr Gebet wird erhört, wenn sie nur viele Worte machen. Macht es nicht so wie sie! Denn euer Vater weiß, was gut für euch ist, noch bevor ihr ihn darum bittet. (Matthäus 5, 1.2; 6, 5-8)

Gedanken zum Weiterdenken

Beten –was ist das?

Jesus lädt mich ein, diese Frage zu stellen. Und mich in Frage zu stellen. Bevor ich fragen kann, was Beten ist, muss ich mir darüber Rechenschaft geben, wer ich eigentlich bin.

Ich bin das Kind meiner Eltern.
Bete ich aus Tradition? Weil ich es so gelernt habe?

Ich bin ein Kind meiner Zeit.
Viele leben heute unter dem Druck der Selbstoptimierung –erwarte ich vom Gebet die Erfüllung meiner Wünsche, die Optimierung meiner Existenz?

Ich bin ein Kind Gottes.
Ich lebe nicht allein aus mir heraus, verdanke mein Leben nicht mir selbst. Die Materie, aus der ich bin, erzählt mir von Gottes Schöpfung.
Der Atem, den ich in mir spüre, erinnert mich an Gottes Geist.

„Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete“dichtet der niederländische Theologe Huub Oosterhuis.
Beten ist wie atmen. Belebend. Befreiend.

Da ist etwas.
Vater. Mutter. Himmel.
Macht hell und vergibt.
Da ist etwas. Einer, Eine, Gott, Geist.
Wir atmen seinen Namen.
Sein Reich komme.
Sein Wille geschehe.
Heute. In Ewigkeit.
Amen.

Bitten zum Weiterbeten

Gott, ich bete für alle, denen es schwerfällt,
Worte zu finden, um mit dir zu reden.

Mach denen Mut, die das Beten schon aufgegeben haben,
die enttäuscht sind, frustriert, erschöpft.

Schenke denen Hoffnung, die zu viel Dunkelheit spüren,
um sich herum, in sich selbst.

Wecke Zuversicht in denen, die Zweifel haben und viele Fragen.

Entzünde die Flamme der Liebe in denen, die von Angst, Hass und Misstrauen geblendet sind.

Bringe zur Vernunft, die von falschen Propheten belogen und mit verführerischen Heilsversprechen manipuliert werden.

Hilf uns, füreinander da zu sein,
als Brüder und Schwestern,
als deine Kinder.

In der Stille hören wir unseren Atem, hören, was uns bewegt:

. . .

Wir beten zu dir mit Worten, die du uns anvertraut hast:

Mit Jesus beten Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und lass mich unter deinen Kindern leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Sei du mein Atem, wenn ich zu dir bete.

Segne mich und alle, die mir am Herzen liegen,
mit deiner Güte und Treue.
Amen.