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Ostersonntag 12.April

Biblisches Votum für Ostersonntag, den 12.4.2020

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1,18)

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.
Amen.

Gebet

Damals.
Zu Ostern
bist Du über deine Grenzen gehoben worden
von Gottes Hand.
Geheimnisvoll.
Und mit der einen Absicht,
uns für das Leben stark zu machen.
Heute.
Uns Weite und Licht zu schenken,
wenn wir selbst an Grenzen kommen.
Jetzt.
Mitten im Leben
und auch im Sterben.
Gott, deine Hand hebt aus den Tiefen heraus.
Gott, deine Hand hält uns im Fallen.
Wir staunen darüber und leben davon.
Danke, Gott.
Amen.

Lied zum Ostersonntag

EG 99 Christ ist erstanden

Ein Text aus der Bibel

zum Ostersonntag

Der Sabbat war vorüber.
Da kamen ganz früh am ersten Wochentag Maria aus Magdala und die andere Maria,um nach dem Grab zu sehen.

Und sieh doch:
Plötzlich gab es ein heftiges Erdbeben, denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab.
Er ging zum Grab, rollte den Stein weg und setzte sich darauf.
Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und seine Kleider waren weiß wie Schnee.
Die Wachen zitterten vor Angst und fielen wie tot zu Boden.

Der Engel sagte zu den Frauen:
„Fürchtet euch nicht! Ich weiß: Ihr sucht Jesus,der gekreuzigt wurde. Jesus ist nicht hier. Gott hat ihn vom Tod auferweckt, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht: Hier ist die Stelle, wo er gelegen hat. Und jetzt geht schnell zu seinen Jüngern! Sagt ihnen: ‚Jesus wurde vom Tod auferweckt. ‘Seht doch: Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen. Seht doch: Ich habe es euch gesagt.

“Die Frauen waren erschrocken und doch voller Freude.
Schnell liefen sie vom Grab weg, um den Jüngern alles zu berichten.

Und sieh doch: Da stand Jesus vor ihnen und sagte: „Seid gegrüßt!“ Sie gingen zu ihm, berührten seine Füße und warfen sich vor ihm zu Boden.
Da sagte Jesus zu ihnen: „Habt keine Angst! Geht und sagt meinen Brüdern: ‚Macht euch auf nach Galiläa. Dort werdet ihr mich sehen.‘“ (Matthäus 28, 1-10)

Gedanken zum Weiterdenken

Wie mag es ihnen zumute gewesen sein, den Frauen,
die sich da am Morgen auf den Weg zum Felsengrab machen?
Was hat sie bewegt, diesen Weg zu gehen –trotz Angst und Scham?
Loyalität? Pflichtgefühl? Liebe?
Sie wussten doch, was sie erwartet.
Das Schweigen auf dem Weg.
Die feixenden Soldaten am Grab.
Der schwere Stein, der ihnen den Zugang zur Grabeshöhle versperrte.
Und falls es ihnen wider Erwarten gelingen sollte,
bis ins Grab vorzudringen,
dann warteten doch nur Trauer und Tränen auf sie.
Gestorbene Hoffnung. Vergebliche Liebe.Verlorene Zeit.

Und dann: alles ist anders!
Eine alles erschütternde Begegnung am Ziel ihres Weges.
Gotteskraft sprengt Grenzen. Setzt Leben frei.
Ein Engel am Ort des Todes spricht Gottesworte.
Unmissverständlich seine Botschaft:
Fürchtet euch nicht! Er ist nicht hier! Christus ist auferstanden!
Vertraut darauf. Jetzt. Und immer. Das Leben siegt! Der Lebendige siegt!
  
Auch für mich heute ist Vertrauen angesagt.
Ich will darauf vertrauen, dass diese Tage und Wochen der lähmenden Isolation
und eingesperrten Lebensfreude weggerollt werden wie der Stein vorm Grab.
Darauf hoffen, dass Lebensmut und Glück bald wieder anfangen können zu wachsen und zu blühen
–wie ein buntes Blütenmeer.

Und bis es soweit ist, kann ich ja die Zeit nutzen,
und dem Engel helfen, seine Botschaft in Wort und Tat zu verbreiten:
Fürchtet euch nicht!
Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Bitten zum Weiterbeten

Gott.
Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen.
Als Glaubende und Fragende miteinander.
Als Deine Kinder mit Dir. Gott, an diesem Ostermorgen kommen wir mit all unserer Hoffnung,
mit unseren Wünschen und unserer Sehnsucht zu dir:

Wir denken an alle, die wir lieben.
Mit denen wir gern Ostern verbringen würden.
Wir denken an alle, die jetzt noch einsamer sind.
Und die jetzt Angst haben.
Wir denken an die Kranken.
Und an die, die sich um sie kümmern.
Wir denken an die Sterbenden.
Und an die, die um einen Menschen trauern.

Wir denken aneinander und an die Zeit, die vor uns liegt.
Hilf uns, Hoffnung zu wagen.
Hilf uns, Ohnmacht zu ertragen.
Hilf uns, dem Leben zu trauen.
Und dir.

Und was uns heute noch wichtig ist,
bringen wir in der Stille vor dich:

. . .

Wir beten zu Dir mit den Worten,
die dein Sohn Jesus, der Auferstandene,
in unser Herz gelegt hat:

Mit Jesus beten

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. 
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. 
Unser tägliches Brot gib uns heute. 
Und vergib uns unsere Schuld, 
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. 
Und führe uns nicht in Versuchung, 
sondern erlöse uns von dem Bösen. 
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit In Ewigkeit.
Amen.

Segen

Gottes Segen leuchte uns,
wie das Licht am Ostermorgen.

Gottes Friede begleite uns,
wieder Windhauch am Abend.

Gottes Liebe stärke uns,
wie frisches Brot und saftige Trauben.

Gottes Freude lasse uns jubeln und singen wie Vögel,
die das neue Licht begrüßen.

Christus ist auferstanden!

In diesem Glauben segne uns Gott.

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.