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Neujahr 2021

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Biblische Losung für das Jahr 2021
Jesus Christus spricht:
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)
Eröffnung
Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.
Amen.
Gebet
Barmherziger Gott,
du hältst alle Zeit in deinen Händen.
Du schenkst uns diesen Tag,
du schenkst uns das neue Jahr,
du schenkst uns Zeit zum Leben.
Leben aus deiner Liebe.
Leben in Liebe zu Eltern, Kindern, Freunden.
Denn Liebe kann nicht alleine bleiben.
Liebe sucht.
Gemeinschaft, Vertrauen, Versöhnung.
Liebe trägt.
Schuld, Hoffnung, Sorgen.
Du, Barmherziger, Ewiger,
trägst uns an jedem Tag in diesem neuen Jahr.
Ich vertraue darauf:
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Dafür danke ich dir.
Amen.

Aus der Bibel Und es begab sich, dass Jesus am Sabbat durch die Kornfelder ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: „Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?“
Und er sprach zu ihnen: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, da er Mangel hatte und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als allein die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?“ Und er sprach zu ihnen: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ (Markus 2, 23-27)
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)
Gedanken zum Weiterdenken
Wenn Jesus durch sein Reden und sein Handeln das Reich Gottes hier auf Erden gegenwärtig macht, dann geht es häufig um Barmherzigkeit. Sie steht hinter all diesen Begriffen, die wir von ihm hören: Nächstenliebe, Feindesliebe, Gerechtigkeit, Frieden.
Barmherzigkeit gehört ins Zentrum seiner Botschaft.
Barmherzig. Ein grandioses Wort in unserer Sprache, finde ich. Es fügt einige Wörter zu einem neuen Wort zusammen. „Beim Armen das Herz haben“. Barmherzig. Im Althochdeutschen hieß es noch „armherzi“.
So ist Gott. Er verliert sein Herz nicht an sonst was. Er hat sein Herz beim Armen.
So erzählt Jesus von ihm.
Gott ist barmherzig.
Barmherzig wie ein Vater, der sich um den verlorenen Sohn, den Hallodri, sorgt und ihn nicht verbittert abweist. Barmherzig auch dem biederen und pflichtbewussten älteren Sohn gegenüber, der so klug und bockig weiß, was der Vater alles besser machen müsste.
Gott ist barmherzig.
Wie ein Hirte, dessen Herz nicht nur bei den 99 Schafen ist, die sich geborgen und zufrieden um ihn scharen, sondern auch bei diesem einen verloren gegangenen Schaf, das irgendwo in der Weltgeschichte herumirrt.
Gott ist barmherzig.
Er liegt im Stall in der Krippe und kommt den Armen ganz nah, den Hirten, den Verirrten, den Menschen auf der Flucht vor Verfolgung. Ein Gott, der ein Menschenkind wird. Verletzlich, gefährdet, arm. So sehr hat er sein Herz bei den Armen.
Aber was ist mit den Menschen, die ein paar Euro fuffzig auf der hohen Kante liegen haben? Was ist mit denen, die mitten im Leben stehen und nicht am Rande der Gesellschaft? Lässt der barmherzige Gott die alle links liegen? Oder ist arm dran sein etwas, das über finanzielle Not und soziale Schieflage hinausgeht?
Arm ist, wer bedürftig ist. Hilfsbedürftig. Trostbedürftig. Liebesbedürftig. Hoffnungsbedürftig.
Wenn mein Kind krank ist, mein Vater dement, meine Freundin verunglückt, dann hilft mir mein Kontostand herzlich wenig.
Was mir hilft sind Menschen, die sich von Gottes Barmherzigkeit anstecken lassen und mir Nähe schenken. Auch auf Abstand. Die mit mir weinen. Mit mir aushalten. Mit mir reden. Mit mir schweigen.

Bitten zum Weiterbeten
Barmherziger, Ewiger,
danken will ich dir
für deine Treue, mit der du mich jeden Tag neu beginnen lässt.
Loben will ich dich,
dass du mir hilfst und mich auch in Schwerem bewahrst.
Und ich bitte dich:
Gib uns geduldige Herzen.
Lass uns getrost ins Ungewisse aufbrechen.
Bleib bei den Menschen, die deine Nähe suchen,
überall in der Welt und hier an diesem Ort.
Beschütze, die von Unrecht, Lügen, Hass oder Gewalt erdrückt werden.
Mach denen Mut, die gegen Hunger, Krieg, Verzweiflung und Armut kämpfen.
Kümmere dich um alle, die verlassen sind und für die niemand sorgt.
Bring Licht und Leichtigkeit, wo Seelen trübe und schwer sind.
Schenke Weisheit, Kraft, Einsicht,
dass die Pandemie bald ein Ende findet.
Sei bei allen, die neu geboren werden,
und bei den Kranken und Sterbenden.
Erfüll die ganze Welt mit deinem Geist.
Öffne unsere Augen für die Not von Menschen,
in unserer Nachbarschaft und in der Welt.
Öffne unsere Sinne auch für die Wunder dieser Welt –
für selbstlose Liebe, für mutiges Eintreten für die Hilfsbedürftigen,
für beharrliches Einfordern von Recht und Gerechtigkeit.
Lehre uns, barmherzig zu sein.
Mit Jesus beten
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
Segen
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst,
niemand ist da, der mir die Hände reicht.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst,
niemand ist da, der mit mir Wege geht.
Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft,
der halte unseren Verstand wach
und unsere Hoffnung groß
und stärke unsere Liebe.
So segne uns Gott, der Lebendige,
der Vater, der Sohn, der Heilige Geist.
Amen.