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Gottesdienst 13.September

von Prädikantin Dr. Esther Sühling als PDF.

Biblisches Votum Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat (Psalm 103,2)

Eröffnung

Im Namen Gottes, den Schöpfer der Erde und alles, was darauf lebt; im Namen Jesus Christus, seines Sohnes, der uns begleitet als Bruder und Freund, im Namen des Heiligen Geistes, der in uns wohnt, uns tröstet und stärkt. Amen.

Unsere Hilfe steht bei Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Gebet Gott wir sind vor Dir mit dem wie wir sind. Du hast uns als Deine Kinder angenommen und gibst uns Heilung und Kraft. Du forderst uns auf, Deine Schätze zu sehen, Dir nachzufolgen und unseren eigenen Weg zu gehen. Gib uns die Kraft dazu. Öffne unser Herz für Dein Wort. Erbarme Dich unser, guter Gott. Lied für den Tag Lobe den Herrn meine SeeleUnter diesem link kann man sich das Lied anhören: https://www.youtube.com/watch?v=OX8ySlt2UQc

Lobe den Herrn meine Seele und alles was in mir ist seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Text aus der Bibel

Lukasevangelium 17, 11-19; dann 17, 20-21 Die zehn Aussätzigen

11 Und es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, dass er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galiläa zog. 12 Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne 13 und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! 14 Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein. 15 Einer aber unterihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um undpries Gott mit lauter Stimme 16 und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. 17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? 18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? 19 Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.

Gedanken zum Weiterdenken

Da rufen 10 um Hilfe, sind verzweifelt. Und Jesus hört, erhört sie, alle werden geheilt, allen widerfährt Gutes. Sie spüren es, sie merken es – Aber wie viele kehren um, um sich zu bedanken? Einfach Danke sagen, wie wir es als Kinder gelernt haben?

Laut Bibel nur einer. Ein Samariter. Einer der zu den Samaritern gehört, die nicht „richtig“ glauben, obwohl sie denselben Gott anbeten wie die anderen. Aber die Samariter lehnen den Tempelkult in Jerusalem ab.

Und der, der von der Allgemeinbevölkerung als weniger wert angesehen wurde, dermit dem etwas falschen Glauben, der erkennt das göttliche Wirken und dankt Gott. Da werde ich etwas bescheiden: Vielleicht sollte ich nicht über andere oder „nicht ganz richtige“ Menschen zu schnell urteilen, denn vielleicht merken sie, wo es eigentlich langgeht.

Und Jesus sagt zu dem Samariter: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Die Dankbarkeitscheint den Glauben auszudrücken, denke ich, aber wozu hat der Glaube geholfen, wenn er doch schon gesund ist?

Vielleicht hat ihn die Dankbarkeit näher zu Gott gebracht. Ganz sicher, so denke ich nun, denn wenn wir weiterlesen heißt es sofort im nächsten Abschnitt:

20 Als Jesus aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommtdas Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; 21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Vielleicht hat der Samariter eine Ahnung von dem Himmelreich, das „mitten unter Euch“ - oder nach einer anderen Übersetzung: „inwendig in Euch“ ist.

Mir wird das Herz weit, wenn ich dankbar bin und vielleicht bin ich dann auch dem Himmelreich etwas näher, kann es erahnen und erspüren, wie es schon jetzt unter uns ist.
Ich merke: ich will lernen, dankbarer zu sein. Wenn ich bete, dann bitte ich häufig um etwas. Danken tue ich deutlich seltener, sowohl im Gebet – als auch im täglichen Leben.
Dankbarkeit – zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. Also, wie kann ich es lernen?Eine einfache Übung fällt mir dazu ein: ich nehme 5 harte Bohnen und stecke sie morgens in die rechte Hosentasche. Jedes Mal, wenn ich für etwas dankbar bin, nehme ich eine Bohne und stecke sie von der rechten in die linke Hosentasche. Abends zähle ich die Bohnen in der linken Hosentasche, nehme mir einen Moment Zeit, mich an die Situationen zu erinnern. Und ich schließe mit einem Dank an Gott.

Meine Dankbarkeit mehren, damit sich mein Herz weiten kann, ein Lächeln sich ausbreiten und verbreitern kann, und um näher bei Gott zu sein. Die Idee gefällt mir. Wenn ich den Text noch einmal lese, fällt mir auf, dass Jesus etwas macht, bzw. nicht macht, was einige in unserem Alltag und auch manche Christen vielleicht gerne hätten.

Jesus lässt die Heilung bei den undankbaren neun anderen Kranken bestehen. Egal ob sie sich bedanken oder nicht, sie bleiben geheilt. Keine Bestrafung: Du bist nicht dankbar, Du machst dies oder das nicht, jetzt Jesus nimmt die Heilung nicht zurück.

Ihre Heilung ist nicht abhängig von ihrer Dankbarkeit oder Lobpreis, ihre Heilung ist ein Geschenk, was bleibt. Und so ist es vielleicht auch mit anderen Dingen, die uns geschenkt sind.

Liebe ist ein Geschenk
Gnade ist ein Geschenk.
Sie wird nicht zurückgenommen, egal wie wir damit umgehen.
Geschenkt ist geschenkt.
Solch eine Großherzigkeit hätte ich auch gerne.
Vielleicht kann ich mir Jesus da als Vorbild nehmen.
Amen.

Bitten zum Weiterbeten

Das Gebet der Fünf Finger (Ein Take-Away-Gebet, immer leicht anzuwenden. Eine Alternative: Nicht mit den Fünf Fingern zu bitten, sondern zu danken.)

Mein erster Finger ist der Daumen. Ich umfasse diesen und bete:Guter Gott, der Daumen ist mir am Nächsten. Ich bitte um alle die Menschen, die mir nahe sind.

(Stille)

Mein zweiter Finger ist der Zeigefinger. Ich umfasse diesen und bete: Guter Gott, der Zeigefinger zeigt auf Leute. Ich bitte um alle die Menschen, die anderen etwas zeigen, wie z.B. LehrerInnen in der Schule oder in der Weiterbildung; die erziehen, die pflegen und heilen.

(Stille)

Mein dritter Finger ist der Mittelfinger. Ich umfasse diesen und bete: Guter Gott, der Mittelfinger ist der längste der Finger. Ich bitte für alle Politiker, Staatsoberhäupter, Finanziers und alle, die über andere Menschen bestimmen oder meinen bestimmen zu können

(Stille)

Mein vierter Finger ist der Ringfinger. Ich umfasse diesen und bete:Guter Gott, der Ringfinger ist der Schwächste der Finger. Und er ist der Finger, der die Verbundenheit zu anderen Menschen zeigt.

Ich bitte für alle, die krank, schwach, trostsuchend sind. Und für alle Paare, egal ob heterosexuell, homosexuell oder intersexuell; begleite und stärke sie auf ihrem Weg.Der fünfte Finger ist der kleinste Finger.

Ich umfasse diesen und bete:Guter Gott, jetzt zum Schluss bitte ich um mich selber.

Ich halte dir alle meine Ängste, Sorgen und Nöte, aber auch die Freude, die Dankbarkeit und die Liebe hin.

(Stille)

Amen.

Mit Jesus beten

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit.
In Ewigkeit.
Amen.

Segen

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unseren Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot – sei um uns mit Deinem Segen.
So segne und behüte uns der gnädige und barmherzige Gott;
Vater und Mutter, der Sohn Jesus Christus und die Heilige Geistkraft heute und morgen auf unseren Wegen