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Gottesdienst 7.Juni

Gottesdienst@home 7.Juni zum Trinitatisfes

Biblisches Votum
zum Trinitatisfest, 7.6.2020

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“ (2. Kor 13, 13)

Eröffnung

Im Namen Gottes,
des Vaters,
des Sohnes,
des Heiligen Geistes.
Amen.

Gebet

Gott, Vater und Mutter, ich danke dir für jeden Atemzug,
den du mir schenkst – immer wieder neu.
Jesus Christus, Retter und Bruder, ich danke dir,
dass du neben mir bist auf meinen Wegen – immer wieder neu. Heiliger Geist, du Lebenskraft, ich danke dir,
dass du mich begeisterst für deine Welt – immer wieder neu.
Amen.

Lied zum Sonntag
EG 155 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Text: Wilhelm II. von Sachsen-Weimar (?) 1648; Str.4 Gotha 1651 • Melodie: Gochsheim/Redwitz 1628, Görlitz 1648 • Satz: Gotha 1651

Ein Text aus der Bibel
zum Trinitatisfest (Trinitatis = Dreifaltigkeit Gottes)

Der HERR redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne. (4. Mose 6, 22-27)

Gedanken zum Weiterdenken

„Ich segne dich.“ Wie selten hörst du das im Alltag deines Lebens?

Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Er schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie. So heißt es im ersten Kapitel der Bibel.

„Ich segne dich, und du sollst ein Segen sein.“ Diese Worte hört Abraham, als Gott ihm verheißt, dass er eine große Nachkommenschaft haben solle und von vielen Völkern als ihr Stammvater angesehen werde.

Jesus nahm die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.
Wann immer in der Bibel, im Alten und im Neuen Testament, von Segen die Rede ist, da geht es um Menschen, um Beziehung, um ein Miteinander.

Christinnen und Christen glauben, dass das einen guten Grund hat.

Nach dem christlichen Verständnis ist Gott selber bereits Beziehung. Gott ist der, der mit sich selber in Beziehung steht. Wir nennen das die Trinität Gottes, seine Dreieinigkeit. Gott als Vater und Mutter, kreativ, schöpferisch, behütend, liebevoll. Jesus Christus als „Gott bei den Menschen“, nahe, mitgehend, aufopferungsvoll. Und schließlich Gottes „Ruach“, seine Geisteskraft, geheimnisvoll, lebendig, überfließend.

Wenn es von uns Menschen heißt, wir seien nach seinem Bild geschaffen, dann zielt das genau auf diese Beziehungsfähigkeit. Wir brauchen einander.

Und gerade darum fällt uns das Leben in Corona-Zeiten manchmal so schwer. Weil der Kern unseres Wesens in Frage gestellt wird. Weil die Distanz plötzlich zum bestimmenden Gebot wird, wo doch alles in uns nach Nähe ruft. Dem Anderen, meinem Nächsten, nahe zu sein, das gehört wesentlich zur Würde des Menschen.

Darum ist es gut, wenn viele Menschen mit Kreativität, Phantasie und Liebe Wege finden, dem Anderen trotz aller Einschränkungen nahe sein zu können. Telefonieren, chatten, sich gegenseitig Postkarten und Päckchen schicken, im Innenhof des Seniorenheims musizieren, für andere Menschen einkaufen gehen, miteinander im Gebet verbunden sein, zusammen – auch über die Distanz – Gottesdienst feiern. All das gibt uns ein Stück Menschenwürde zurück, die durch die notwendigen Coronamaßnahmen gelitten hat.

Uns mit einem Mal wird auch Segen für uns im Alltag spürbar, erfahrbar, bekommt Hand und Fuß.

Bitten zum Weiterbeten

Gott, du bist die Quelle des Lebens.
Wir danken dir für alle, die sich für die Natur einsetzen.
Und wir bitten dich für die bedrohte Welt.
Vergib uns, wo wir auf Kosten anderer leben.
Und lass uns erkennen, wie wir besser, gerechter leben können.
Bewahre und behüte deine Schöpfung.
Bewahre und behüte uns.

Jesus Christus, du bist das Licht der Welt.
Wir danken dir für alle, die für Gerechtigkeit kämpfen.
Und wir bitten dich für die Menschen,
die in dunklen Zeiten deine Nähe suchen.
Versöhne uns, wenn es uns schwerfällt, Frieden zu schließen.
Sei Hilfe und Kraft, die Frieden schafft.
Sei in uns, uns zu erlösen.

Heiliger Geist, du bist unser Lebensatem.
Wir danken dir für deine Lebenskraft, die du uns schenkst.
Wir bitten dich für die Trauernden und für die,
die in ihrer Seele müde sind.
Öffne unsere Herzen für deine Wahrheit und deine heilende Kraft.
Sei mit uns auf unseren Wegen.
Sei um uns mit deinem Segen.
Heute, morgen, in Ewigkeit.
Amen.

Mit Jesus beten

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Herr, wir bitten:

Komm und segne uns; lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
So segne uns Gott, der Lebendige, der Vater, der Sohn, der Heilige Geist. Amen.