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Pfingsten 2020

Biblisches Votum zum Pfingstsonntag, 31.5.2020

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ (Sacharja 4, 6)



Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.
Amen.

Gebet

Die Augen geschlossen nehme ich dich wahr, mein Gott.
Ich höre dich wenn der Wind durch grünes Blattwerk rauscht,
wenn der Bach leise gluckert,
wenn der Gesang von Vögeln die Morgenluft durchzieht.
Leise flüsterst du mir deine Liebe ins Ohr.
Ein Hauch deines lebendigen Geistes regt sich in mir.
Hörst du unsere Stimmen, Gott?
Im Loben und Danken,
im Klagen und Fragen,
im stillen Gebet.

Wo wir einander wahrnehmen, Gott,
da berühren sich Himmel und Erde und wir spüren,
wie deine Geistesgegenwart beginnt unsere Wunden zu heilen
und uns mit neuer Kraft zu erfüllen.

Amen.

Ein Text aus der Bibel
zum Pfingstsonntag

Am Pfingsttag waren alle, die zu Jesus gehört hatten, an einem Ort versammelt. Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich aufhielten. Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen. Die verteilten sich und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder. Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie begannen, in fremden Sprachen zu reden – ganz so, wie der Geist Gottes es ihnen eingab.

In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. Als das Rauschen einsetzte, strömten sie zusammen. Sie waren verstört, denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Erstaunt und verwundert sagten sie: „Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa, die hier reden? Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? Wir kommen aus ganz verschiedenen Ländern. Wir alle hören diese Leute in unseren eigenen Sprachen erzählen, was Gott Großes getan hat.“

Da trat Petrus vor die Menge und mit ihm die anderen elf Apostel. Mit lauter Stimme rief er ihnen zu: „Was hier geschieht, hat der Prophet Joel vorhergesagt: ‚Gott spricht: Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten reden. Eure jungen Männer werden Visionen schauen und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, werde ich in diesen Tagen meinen Geist ausgießen.

Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft, wird gerettet!‘“ (Apostelgeschichte 2, 1-21 i.A.)

Gedanken zum Weiterdenken
Pfingsten

Wind weht. Der Geist weht. Wo er will.

Der Geist? Im Hebräischen, der Sprache der Bibel, der Sprache des Volkes Israel, ist der Geist weiblich. Und sie hat einen Namen: Ruach. Ruach ist der Geist Gottes, weiblich, lebendig, schöpferisch. „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und Ruach schwebte über dem Wasser.“

Pfingsten. Ruach weht. Veränderung liegt in der Luft. Neubeginn. Lebendig. Schöpferisch.

Gerade noch in der Sicherheit des abgeschlossenen Raumes. Türen zu. Fenster zu. Welt bleibt draußen. Keine Angst. Keine Herausforderungen. Keiner, der sagt: „Was willst du denn?“ „Du hast hier nichts zu melden!“

Pfingsten. Ruach weht. Ein Rauschen. Oder doch ein Rausch? Menschen geraten „aus dem Häuschen“.

Ein bildungsferner Fischer findet sich mitten in Jerusalem wieder, hört seine eigene Stimme und staunt, dass er weiß, was zu sagen ist.

Pfingsten. Ruach weht. Gott haucht dich an. Ein Hauch von Veränderung liegt in der Luft.

Dank Ruach Heiliger Geist kannst du manchmal nur schwer normal leben. Du siehst, hörst, fühlst. Kannst dich nicht verstecken. Musst raus. Musst ran. Musst reden, handeln.

Rauch zieht dich ins Ungewisse. Sie ist Feuer und Wind. Ist Liebe. Die hilft in der Angst der Ungewissheit und durch sie hindurch.

Und ich sage zu dir und zu mir selbst und meinem ängstlichen Herzen: Folge dem Heiligen Geist! Vertrau Rauch.

Denk und fühl hinaus über die vertrauten, wohlmöblierten Räume.

Lebe. Atme frei. Träume.

Bitten zum Weiterbeten

Wo bist du, Gott?
So fragen wir manchmal, wenn wir nicht mehr weiterwissen.
Wenn wir an unüberwindbare Grenzen stoßen.
Wenn Angst uns den Atem verschlägt.
Wo bist du, Gott?
In dieser Frage liegt so viel von dem, wonach wir uns sehnen.
Hilfe, Hoffnung, Orientierung, Mut, Durchhaltekraft, neue Perspektive.

Darum beten wir für die Einsamen,
die sich nach Nähe und Gemeinschaft sehnen für die Trauernden,
in deren Herz der Schmerz des Verlierens sticht für die Erschöpften,
deren Kraft am Ende ist für die Trostlosen,
die keine Zukunft mehr für sich sehen können für die Heimatlosen,
die auf der Flucht nur ihr Leben behalten konnten für die Friedlosen,
die keine Ruhe, keine Versöhnung finden können.

Höre ihre Stimmen, höre unsere Stimme.
Sende deinen Geist der Wahrheit und Klarheit,
der Versöhnung und Heilung.
Sei da, sei uns nahe, Gott!
Amen.

Mit Jesus beten
Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unseren Wegen.
So segne uns Gott, der Barmherzige, der Vater, der Sohn, der Heilige Geist. Amen.

Psalm 118

Dies ist der Tag, den der HERR macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
O HERR, hilf!
O HERR, lass wohlgelingen!
Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid.
Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmückt das Fest mit Maien
bis an die Hörner des Altars!
Du bist mein Gott und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.

Psalm 98

Dies ist der Tag, den der HERR macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
O HERR, hilf!
O HERR, lass wohlgelingen!
Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid.
Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet.
Schmückt das Fest mit Maien
bis an die Hörner des Altars!
Du bist mein Gott und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN