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Gottesdienst 18.Oktober

Gottesdienst mit Taufe und Tauferinnerung am 19. Sonntag nach Trinitatis, 18. 10. 2020, Billerbeck als PDF zum download.

Lied: Laudato si, EG 515, 1-3, 5+6

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Dieses Wort aus dem Markus Evangelium, das zu diesem Sonntag gehört, gibt das Thema vor für unseren heutigen Gottesdienst, zu dem ich die Gemeinde hier und online herzlich begrüße. Wir taufen im Gottesdienst im Kirchenzentrum das kleine Mädchen Lucia. Gleichzeitig sind wir alle mit diesem Gottesdienst eingeladen, uns des Segens unserer Taufe zu erinnern.

Wir beten den 23. Psalm und spüren der Kraft dieser Worte nach.

Der Herr ist mein Hirte,mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße umseines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tischim Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Ölund schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Dass wir heute Lucia taufen, verdanken wir Jesus Christus und der Tatsache,dass die Worte der Heiligen Schrift von Generation zu Generation weitergegeben und von ungezählt vielen Menschen geglaubt unddurch ihr Leben bezeugt worden sind.Jesus hat uns die Taufe als ein heiliges Zeichen überlassen,das uns für immer mit ihm verbindet. So zitieren wir bei jeder Taufe seine Worte aus dem Evangelium nach Matthäus und hören sie auch heute.

Aufgeschrieben sind sie beim Evangelisten Matthäus 28, 16-20 Jesus

Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Undsiehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

Gebet

Erbarme dich Herr meiner Leere
Schenk mir das Wortdas eine Welterschafft
Ja, Herr, wie immer wir uns finden, innerlich und von unseren äußeren Verhältnissen her, gib uns Anteil an dem Wunder, dass dein Wort uns berührt, wie uns das Leben dieses Kindes Lucia berührt, das du uns anvertraut hast.
Gib uns Anteil an dem Wunder, dass wir eingelassen sind in deine Geschichte mit den Menschen,unverlierbar und dass wir deine Treue erfassenund deine Liebe, die uns trägt in jedem Augenblick.
Komm zu uns freundlich an diesem Morgenund hilf uns, die Deinen zu sein und zu bleiben. Amen.

Lied: EG 178,11

Predigt Mt. 28,16-20

Liebe Gemeinde,wenn wir die gerade gehörten Worte aus dem Mt. Evangelium bei uns ankommen lassen, regen sich Zweifel. Jesus Christus ist alle Macht gegeben im Himmel und Erden, heißt es da. Ist das so?
Ist das nicht sehr vollmundig gesprochen? Wenn wir unsere gegenwärtige Weltlage betrachten, sehen wir Anderes.Wir sehen entfesseltes Machtgebaren im Weißen Haus,in Rußland, in Saudi Arabien, in Belarus, in Syrien, sehen die Kämpfe im Kaukasusund fragen zu Recht: Wo ist die Macht Jesu Christi?
In unserem Nahbereich und weltweit sehen wir die Macht des Virus Covid 19 und fragen zu Recht: Wo ist die Macht Jesu Christi?
Wir sehen die Entwicklungen im Klimawandel,sehen zu, wie wir Menschen die Erde verbrauchen und vermüllen und fragen zu Recht, wo ist die Macht Jesu Christi? Müßte es nicht sehr viel friedlicher und bescheidener zugehen,wenn ER tatsächlich die Macht hätte?
Nun spricht Jesus aus einer Position, die wir tatsächlich nicht ermessen können.Als er sich mit diesen Worten an seine Jünger wendet, ist er dabei, sich aus der Welt des Sichtbaren zu verabschiedenund sich in die Unendlichkeit Gottes zurückzuziehen. Und diese Unendlichkeit Gottes, die größer ist, als das Weltall, das uns umgibt, erfassen wir nicht. Die einzige Brücke zwischen der Unendlichkeit Gottes und der Welt des Sichtbaren, ist Gottes Wort, aus Jesu Mund: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Und aus dieser Aussage entwickelt sich die weitere Perspektive: Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistesund lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Ein sanfter Weg deutet sich an in diesen Worten.
Ein Weg ohne Gewalt.
Ein Weg von Herz zu Herz.
Mit dem Herzen sollen und dürfen wir weitergeben, durch die Jahrtausende, was von Jesus zu lernen ist: Seine Güte und Barmherzigkeit,seine warmherzige Wahrnehmung von Menschen, sein glaubwürdiges Leben vor Gott,seine betende Hinwendung zu Gott,erwachsen aus der Geschichte Israels, Gottes erstem Bundesvolk. Zweitausend Jahre weiter, fernab von Israel, in Mitteleuropa,in Billerbeck, erreicht nun unsdiese Botschaft.Und heute Euch im Besonderen, liebe Erna und Raphael,die ihr Lucias, Carlos und Maximilians Eltern seid.Ihr seid euren Kindern die nächsten und wichtigsten Menschen.Eure Kinder brauchen und lieben Euch wie niemanden sonst.Sie vertrauen Euch wie niemandem sonst.Und Ihr liebt Eure Kinder,wie nur Eltern ihre Kinder lieben können.Ihr wollt und sucht das Beste für sie,wollt sie in guter Weisevorbereiten auf das Leben, von dem niemand weiß, wie es sein wird.Ihr hört heute diese Einladung,mit ihnen aus dem Geist Jesu zu leben.Ihr hört heute diese Einladung,eure Kinder vertraut zu machen mit der Geschichte Gottes mit seinen Menschen,wie sie überliefert ist in der Bibel.Ihr hört heute diese Einladung, das Leben eurer Kinder offen zu halten für Gottund den Pfad des Gebets mit ihnen zu begehen.Mit Euch hören es die Paten, die ihr für Lucia bestimmt habt und der Taufzeuge.
Mit Euch hören wir es als Gemeinde einmal mehr.Und wir werden daran erinnert, wie wichtig es ist,auf die sanfte Macht Gottes zu setzen,das Gespräch zu suchen im Miteinander,den Frieden, die Versöhnung.
Wir alle werden daran erinnert,unser Leben auf dieses feste Fundament zu gründen,dass wir aus Gottes Ewigkeit kommen,für eine Zeit auf der Erde lebenund in Gottes Ewigkeit zurückkehren.

Das ist unzweifelhaft unser aller Schicksal.

Aber wir sind darin nicht hilflos und verloren,sondern haben Jesus Christus selbst an unserer Seite,in uns und hinter uns und bei uns.Jesus endet seine Rede an seine Jüngermit der Aussage: Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.Wir sind damit SEINER Macht verbunden,die größer ist als die Ausdehnung des Weltalls. Die wir konfrontiert sind mit den Grenzen unseres Erdballs und uns Regeln aussetzen müssen, von denen wir nicht gedacht haben,dass sie uns je auferlegt werden könnten, wir brauchen vielleicht nichts so sehr, wie die Gewißheit einer guten Macht,die uns hält trotz allem, im Leben und im Tod.

Ich wünsche es Ihnen liebe Erna, lieber Raphael, von Herzen, dass Sie mit Ihren Kindern in dieser Gewißheit leben könnenund sich darin unterstützt sehen von vielen,die aus dem Geist Jesu ihr Leben führen in den beiden Kirchen, denen Sie angehören.Und uns allen wünsche ich es,dass wir nicht nachlassen in dem Bemühen,dem Segen der Taufe inunserem Alltag Gestalt zu geben.Dafür ist Tag für Tag Gelegenheit. Aus dem Geist Jesu. Amen

Mit dem folgenden Lied bekennen wir unseren Glauben.

Lied: 184, 1-5 Kinder -Gedanken Gottes.

Schöpfungliebevoll hervorgebracht den Eltern das Vorrecht, sie zu entfalten, ebenso schöpferischebenso liebevoll.

Tauffragen und Taufhandlung, Taufgedenken

Der Segen der Taufe gilt für uns alle, unverbrüchlich.
Ich bin getaufteingetauchtin neue Lebenszusammenhänge
Ich gehöre zu Gott. Gott gehört zu mir Unverlierbarumgibt mich seine Treue
Ich gehöre zur weltweitenFamilie der Glaubendenverbunden mit Gott und den Menschen erfahre ich Geborgenheit
Eine Quelle der Liebeströmt für michEröffnet mir Leben -auch noch im Tod
Ich freue michdenn -Ich bin getauft

Lied 408, 1-6

Fürbitten

An dem Tag der Dir gehört, Ewiger,kommen wir zu dir mit unseren Bitten, heute besonders für Lucia und ihre Familie.
Bleib mit deinem Segen und deiner Kraft bei allen, die zu Lucia gehören und sie lieben.
Hilf allen Familien, die Verantwortung haben für Kinder, sich bei dir und deinem Wort zu verankern.
Du hast uns dein Wort gegeben, damit es in unseren Herzen wurzelt und unser Hände füllt mit Tatkraft und Liebe.Lasst uns rufen: Herr, erhöre uns.Wir bitten für alle, die in diesen krisenhaften Zeiten Entscheidungen treffen müssen zum Schutz aller.
Gib ihnen Weisheit und Verstand, Mut und Gelassenheit, Eigenschaften, die in der Gewißheit gründen, dass du der Herr allen Lebens bist und deine Macht Leben und Tod übergreift.

Lasst uns rufen: Herr erhöre uns.

Wir bitten für alle politisch Mächtigen.
Wehre allem Eigennutz, aller Ignoranz und Geltungssucht.

Wehre aller bösartigen Gewalt, aller Unterdrückung und Ausbeutung. Alle Menschen guten Willens lass aufstehen für Gerechtigkeit und Frieden weltweit.Lasst uns rufen: Herr erhöre uns.

Wir bitten um deinen Segen für alle Forschungen, die dem sozialen Frieden auf dem Globus dienen, bitten um deinen Segen für alle Bemühungen, den Klimawandel aufzuhalten und uns Menschen in den westlichen Ländern ein maßvolleres Leben zu zeigen. Um der Zukunft unserer Kinder willen, bleib bei uns, ewiger Gott mit der Kraft deines Heiligen Geistes.

Lasst uns rufen: Herr erhöre unsFür alle Menschen bitten wir, die den Boden unter den Füßen verloren haben, die durch Flucht und Vertreibung entwurzelt sind, die durch persönliche Schicksalsschläge nicht aus noch ein wissen.

Dass sie Menschen finden, die zuhören und gangbare Wege aufzeigen, bitten wir und dass Du Zuflucht bleibst über Stock und Stein, das vor allem bitten wir und rufen: Herr erhöre uns.

Unsere Welt verliert an Vertrautheit und unser Unbesorgtsein verflüchtigt sich. Darum lass uns desto fester glauben, dass du als ein guter Vater unser Leben in deinen Händen hältst und deine ganze Welt, in jedem Augenblick. Auch die Tiere.

Geheiligt ist die Zeit, in der wir dessen inne werden, so wie jetzt, wenn wir gemeinsam beten:Vaterunser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Lied: 200,1+2+5

Allen einen gesegneten Sonntag und eine behütete Woche.