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Gottesdienst 30.August

Gottesdienst at home für Billerbeck

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen.
Der Wochenspruch für diese Woche steht bei Jesaja 42,3: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen!                                            Und so gilt: Der Herr sei mit Euch!

Psalm 111

Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen

im Rate der Frommen und in der Gemeinde.

            Groß sind die Werke des HERRN;

            wer sie erforscht, der hat Freude daran.

Was er tut, das ist herrlich und prächtig,

und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.

            Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder,

            der gnädige und barmherzige HERR.

Er gibt Speise denen, die ihn fürchten;

er gedenkt auf ewig an seinen Bund.

            Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk,

            dass er ihnen gebe das Erbe der Völker.

Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht;

alle seine Ordnungen sind beständig.

            Sie stehen fest für immer und ewig;

            sie sind geschaffen wahrhaftig und recht.

Er sandte Erlösung seinem Volk

und verheißt, dass sein Bund ewig bleiben soll.

Heilig und hehr ist sein Name.

            Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang.

            Wahrhaft klug sind alle, die danach tun.

            Sein Lob bleibet ewiglich.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.

Lied: Lobe den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen, was er Dir Gutes getan hat, Seele, vergiss es nicht. Amen. Lobe, lobe den Herrn, lobe den Herrn meine Seele.

Gebet:

Gott, alle Sterne am Himmel – du hast sie gezählt.
Alle Menschen auf der ganzen Welt –du kennst sie beim Namen.
Gott, ich bringe vor dich:
Alles in mir, was daran glaubt,
und alles, was daran zweifelt,
alles, was sich auflehnt,
und alles, was auf deine Nähe hofft.
Gott, Ewiger, gib du mir Halt.

Durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen

L.: Evangelium aus Markus 7, 31-37:

9 Es ist also Gottes Werk, an dem wir miteinander arbeiten, und ihr seid Gottes Ackerfeld; ihr seid Gottes Bauwerk. 10 Weil Gott mich in seiner Gnade dazu befähigt hat, habe ich als ein kluger und umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt; andere bauen jetzt darauf weiter. Aber jeder soll sich sorgfältig überlegen, wie er die Arbeit fortführt. 11 Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus. 12 Wie nun aber jemand darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Schilfrohr oder Stroh –, 13 das wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei jedem ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat. Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden. 14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, die Feuerprobe besteht, wird Gott ihn belohnen. 15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird.

Halleluja: Ps 105,1
Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!

Glaubensbekenntnis (Gemeinde erhebt sich)
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Wochenlied / Lied zur Lesung EG 398  In Dir ist Freude, in allem Leide...


Predigttext 1.Korintherbrief 3,9-15

9 Es ist also Gottes Werk, an dem wir miteinander arbeiten, und ihr seid Gottes Ackerfeld; ihr seid Gottes Bauwerk. 10 Weil Gott mich in seiner Gnade dazu befähigt hat, habe ich als ein kluger und umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt; andere bauen jetzt darauf weiter. Aber jeder soll sich sorgfältig überlegen, wie er die Arbeit fortführt. 11 Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus. 12 Wie nun aber jemand darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Schilfrohr oder Stroh –, 13 das wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei jedem ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat. Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden. 14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, die Feuerprobe besteht, wird Gott ihn belohnen. 15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird.

Predigt

Friede sei mit Euch von dem der da ist, der da war und der da kommt.

Dieser Text aus den Anfängen christlicher Gemeinden liefert viele Stichworte: es geht um Baumeister und Bauleiter an Gottes Werk, um das Fundament, den Grund, auf dem alles aufbaut, wie man weiterbaut, und dann aber auch: um Gottes Ackerfeld, das wir sind. Und um das Feuer des Gerichtes.

1

Fangen wir mal mit dem letzten an: Ja, diese Textstelle hat die Vorstellung von einem Fegefeuer beim kommenden letzten Gericht genährt. Und dann wurde sie vielfach mißbraucht zum Unterdrücken der Gläubigen und dem Ausbau der eigenen Macht.

Schon Luther hat das eindeutig als mißbräuchlich betrachtet, als spirituellen Mißbrauch, so würden wir heute sagen. Menschen wurde und wird Angst gemacht mit diesen Bildern vor Gottes Strafe, damit sie gefügig sind. Dabei sagen die Bilder das gerade nicht, wie wir noch sehen werden. Doch es wurde und wird mit diesen Bildern Menschen das genommen, was Ihnen Vertrauen gibt: nämlich dass Gott letztlich rettet.

Ja, es ist nicht egal, wie ich lebe. Ob ich Hoffnung und Vertrauen verbreite und verursache, oder Angst; das Gefühl der Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit.  Aber das sehen wir gleich noch.

2.

Zunächst sind auch gar nicht die Gläubigen, also nicht Sie, sondern die Baumeister an Gottes Werk angesprochen. Also Gemeindeleiter und -leiterinnen, Pfarrer u. Pfarrerinnen, Presbyter, also die, die Gemeinde bauen.

Paulus sagt von sich: „Ich habe als ein kluger und umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt; andere bauen jetzt darauf weiter. Aber jeder soll sich sorgfältig überlegen, wie er die Arbeit fortführt“... „und Wie er nun  darauf weiterbaut – ob mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Schilfrohr oder Stroh“...

Das eben macht den Unterschied. Das eine, das wertvolle hält dem Feuer der Belastung stand, das andere fällt in sich zusammen, oder verbrennt.

3

Um das zu richtig zu verstehen, müssen wir einen Blick auf das Fundament legen.

„Das Fundament ist bereits gelegt, und niemand kann je ein anderes legen. Dieses Fundament ist Jesus Christus.“

Bei Luther wird dies so übersetzt, vielleicht kennen Sie das Wort als Konfirmationsspruch oder Taufspruch: „Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, Jesus Christus“.

Und was das nun wieder heißt, lesen wir in dem Brief, den Paulus an die Gemeinde nach Rom geschrieben hat: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

Der Grund ist also diese unbedingte, unerschütterliche Vertrauen, dass unser Leben in Gottes Hand gut aufgehoben ist. Dieses Vertrauen hatte Jesus selbst. Und wir dürfen es haben.

Das ist der Grund, das Fundament. Das hat Paulus damals in alle Welt hinausgetragen. Das hat Menschen damals zu Christen werden lassen.

Und alle, die Gemeinde bauen, müssen also ein Haus, eine Gemeinde, bauen, in der dieses Vertrauen und die Liebe zu jedem einzelnen gilt. Sie müssen aus Liebe und Vertrauen in Gott ein Haus mit Zimmer und Wohnungen für viele neue Leute bauen. Für Menschen, die davon angelockt werden. Sie müssen Kleinen und Großen beibringen, sich von der Liebe leiten zu lassen. Sie sollen Vertrauen in den Herzen der ganz normalen Menschen wachsen lassen, die doch Abgrenzung und Hass, Misstrauen und Angst gewöhnt sind.

Das ist langwierig, und die Baumeister brauchen viel Geduld, Vertrauen und Liebe. Das sind die Baustoffe für das Haus Christi: Willkommenskultur, jedem einen Platz geben, und ein Vertrauen, das Angst und Feindseligkeit überwinden hilft.

4

Und da kippt der Text und redet plötzlich von allen Menschen in der

Gemeinde, nicht nur von den Baumeistern.

Da sind also auch wir gemeint:

13 das Material wird nicht verborgen bleiben; der Tag des Gerichts wird bei JEDEM ans Licht bringen, welches Material er verwendet hat.“

Denn die nächste Krise, Verunsicherung oder Auseinandersetzung kommt bestimmt.

Damals war es vielleicht  die Verfolgung durch die Römer, erbitterter Streit unter den Aposteln.

Heute, der Frust, dass das Christentum immer bedeutungsloser wird, was zu Depression und Burnout bei den Mitarbeitenden und Gemeindegliedern führt. Oder der Umgang mit Corona, der auch in der Kirche Menschen zu spalten droht. Oder Sparmaßnahmen von oben... oder oder... 

5

Das sind die Feuer, die Bewährungsproben, die dann zu Fegefeuer gedeutet wurden:

Die Krisen des Lebens, die erweisen, ob eine Gemeinde oder auch jede und Jeder Einzelne das Glaubenshaus gut gebaut hat.

Denn im Feuer des Gerichts wird das Werk jedes Einzelnen auf seine Qualität geprüft werden. 14 Wenn das, was jemand auf dem Fundament aufgebaut hat, die Feuerprobe besteht, wird Gott ihn belohnen. 15 Wenn es jedoch verbrennt, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur wie einer, der im letzten Augenblick aus dem Feuer gerissen wird.

6

Zuletzt:

Glauben bewahren ist nicht einfach. Immer wieder kommen Anfechtungen und Glaubenskrisen. Dass ich geliebt bin, das will in jede Zelle meines Körpers. Dass unser Leben größer ist als der Tod, und ich darum nicht vor Angst vergehen muss, das muss in jede Zelle meines Denkens, Fühlens und Handelns. Es muss geübt werden, jeden Tag neu. Geschmeckt, verkostet, errungen werden. Am besten miteinander, in ehrlichem Umgang. 

Dann können wir im Glauben wachsen, und Hoffnung schenken gegen alle Hoffnungslosigkeit, Uns über jeden freuen als ein Geschenk in der Gemeinde, dann strahlen wir Vertrauen aus und stärken andere.

Dann wird der Glaube mehr und mehr zu Gold, zu einem Edelstein, und bleibt kein „Strohfeuer“, das einem im Ernstfall nackt da stehen lässt.

Doch auch dann ist Gott noch verlässlich, und fängt neu mit uns an.

Liebe Gemeinde hier,

in dieser Zeit der Hoffnungslosigkeit und Angst

mögt ihr miteinander, mögen wir alle Hoffnung und Vertrauen verbreiten und verursachen. Mögen wir mehr und mehr daraus leben, und mehr und mehr dazu werden.

Amen

Und der Friede Gottes bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

Lied nach der Predigt: EG 659 Ins Wasser fällt ein Stein

Zu den Fürbitten

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“

In diesem Vertrauen möchten wir wachsen und so bitten wir mit einem Lied, das wir hören:

 LICHTGEBET   aus Youtube: lichtgebet+helge+burggrabe  (+livestream)

Oh du mein Gott,
gib mir Licht,
stärke mein Licht,
mache mich zu Licht.

Gott setze Licht in mein Herz,
Licht in meine Seele,
Licht in meinen Geist,
Licht in mein Bewusstsein,
Licht in mein Denken und
Licht in mein Tun.

Oh du mein Gott,
gib mir Licht,
stärke mein Licht,
mache mich zu Licht.

Gott setze Licht auf meine Zunge,
Licht in meine Augen,
Licht in meine Ohren,
Licht in meine Nerven,
Licht in mein Blut und
Licht in meine Haut.

Oh du mein Gott,
gib mir Licht,
stärke mein Licht,
mache mich zu Licht.

Gott setze Licht zu meiner Rechten,
Licht zu meiner Linken,
Licht hinter mir,
Licht vor mir,
Licht über mir und
Licht unter mir.

Oh du mein Gott,
gib mir Licht,
stärke mein Licht,
mache mich zu Licht.

Ja, Gott, mache mich zu Licht, für mich, meine Familie, für einander und für die Welt. Dazu bitten wir mit Jesu Worten:

Vater unser im Himmel....

Segen: 

Der Herr segnet dich und behütet dich.
Der Herr lässt sein Angesicht leuchten über dir und ist dir gnädig. Der Herr erhebt sein Angesicht auf dich und gibt dir Frieden.
So segne uns Gott, der Lebendige, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
G.: Amen

Segenslied: EG 170 Komm Herr segne uns