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Gottesdienst 2.August

Gottesdienst am 08.Sonntag nach Trinitatis 2020

Biblisches Votum

„Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“(Epheser 5,8b.9)

Eingang

Wir sind untereinander verbunden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Gebet

Guter Gott, hilf mir, bei Dir anzukommen. So viele unterschiedliche Meinungen, Ansichten, Urteile sind zurzeit sehr verwirrend. Schenke mirKlarheit. Schenke mir inneres Vertrauen, dass Du die Kraft bist, die die Welt in ihren Händen hält. Öffne mir die Augen für das, was gerade jetzt wesentlich ist und begleite mich durch meine Sorgen und Ängste.

Lass mich Ruhe finden in Dir. Einen Moment des Atemholens von der verwirrten Welt, das wünsche ich mir. Dass Dein guter Geist mich leite, jeden Schritt, den ich tue, jeden Gedanken, den ich denke, jedes Wort, dass ich spreche.

Deine Nähe brauche ich - erbarm Dich, guter Gott.

Lied für den Tag

Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, dass sie deine Stimme hört, sich zu deinem Wort bekehrt. Erbarm dich, Herr.

Gibden Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut, und lass reiche Frucht aufgeh ́n, wo sie unter Tränen sä`n. Erbarm dich, Herr.

Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch zu dieser Zeit und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Erbarm, dich, Herr.

Biblischer Text

Johannes 9, 1-12: Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Da fragten ihn seine Jünger: „Meister, wer hat gesündigt, er oder seine Eltern?“ Jesus antwortete: „Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern es sollen die Werke Gottes an ihm offenbar werden. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Und er sprach zu ihm: „Geh zum Teich Siloah - das heißt übersetzt „gesandt“ und wasche Dich.“Da ging er hin und wusch sich und kam wieder. Die Nachbarn nun und die, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sprachen: „ Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?“ Einige sprachen: „Er ist ́s“, andere: „Nein, aber er ist ihm ähnlich“. Er selbst aber sprach:“Ich bin ́s“. Da fragten sie ihn: „Wie sind deine Augen aufgetan worden?“ Er antwortete:“ Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Brei und strich ihn auf die Augen und sprach: “Geh zum Teich Siloah und wasche dich!“ Ich ging hin und wusch mich und wurde sehend. Da fragten sie ihn:“ Wo ist er?“ Er antwortete: “Ich weiß es nicht“

Gedanken zum Weiter denken

Wer ist schuld? Eine gern gestellte, sehr menschliche Frage. Einer muss doch schuld sein?! z. B. warum bekommt der, der gesund gelebt hat, Krebs und der, der sich nie um Gesundheit geschert hat, nicht? Warum hatte dieser einen Herzinfarkt? Warum hat jene liebe Frau am Ende ihrer Tage soviel Leid zu erdulden? Warum kommen die Kinder nicht mehr? Wer ist schuld? Wenn dann unsere Überlegungen Blüten treiben, dann sind wir nicht unbedingt hartherzig, aber eines wird sehr klar: Wie haben Angst, wenn sich nicht mehr alles erklären lässt, wenn einfach etwas passiert, das nicht in unsere Logik passen will. Wir laufen Gefahr, unsere Orientierung zu verlieren. Wenn wir dann beginnen, andere schuldig zu sprechen,zu verurteilen, entspringt es meist der Angst, keine Kontrolle mehr über die Dinge zu haben. Es muss doch jemand schuld sein. Hat uns Gott ein Leben ohne Leid und Fehler versprochen? Ein Leben, in dem wir alles enträtseln können? Ist das wirklich so? Seit Jesus in unser Leben gekommen ist, hat er uns die Möglichkeit einer ganz neuen Sicht-weise geschenkt. Dreh dich von den alten Denkmustern um und nimm eine neue Perspektive ein. Du könntest dich fragen: Was macht dich und andere gesund? Nicht, wer ist schuld. Oder, was macht einen Kranken schön und nicht zu einem Fehler der Gesell-schaft? Was darf ich durch eine Krise lernen? Welche Räume öffnen sich mir in eigenen und fremden Leid? Was schenkt mir selbst die leidvolle Erfahrung von Corona?--Gott will sich in diesen Zeiten verherrlichen. Vielleicht werden auch uns die Augen aufgetan?! z.B. darüber, wie viel uns Gemeinschaft bedeutet. In Zeiten ,in denen kaum Kontakt möglich ist, wächst u. U. die Erkenntnis, wie viel ich zu geben hätte: Fürsorge, Liebe, Anteilnahme, Hilfe. Wie wenig reicht, um Nähe zu fühlen-ein verstehender Anruf, ein Lebensmittelbeutel an der Türklinke, eine Postkarte. Ein Umdenken liegt in der Luft: Was brauche ich wirklich zum Leben;wie gut tut mir die Ruhe, die Aus-zeit, ohne Verpflichtungsgefühl. Ohne die lastende Pflicht, beginne ich wieder gerne zu teilen und zu geben, zu verzichten und zu genießen. Wenn ich etwas nicht verstehe im Welten geschehen, darf ich fragen: Was soll ich daraus lernen-hilf Du mir,Gott, der Du doch alles in Händen hältst. Schenke mir soviel Vertrauen, dass ich mein Unwissen aushalte kann, öffne mir die Augen und bleibe bei mir.

Gebet

Gott, Du schaust uns ins Herz. Du weißt, was wir brauchen.
Wir geben dir unsere Fragen, unser Verstehen wollen, unsere Ratlosigkeit, unsere Ohnmacht.
Wir geben dir unsere Schuldzuweisungen.
Alles legen wir in deine Hand und bitten dich, verwandle es in Segen.
Mach uns sehend, lass uns verstehen, öffne uns.
Lass uns keine Grenzen aufbauen, sondern lass uns gemeinsam nach Lösungen suchen.
Hilf uns, das Licht aufzusuchen.
Öffne die Augen der Verantwortlichen in der Welt, dass sie am Wesentlichen nicht vorbeigehen und uns, dass wir dies auch in unserem eigenen Leben beherzigen.
Hilf uns, Deine Botschaft zu verstehen, leite Du uns.
Hilf uns, gerade in Corona-Zeiten, uns dem Leben wieder zuzuwenden.
Es zu schützen, es zu pflegen, es wert zu schätzen, es zu genießen.
Heile uns und diese Welt, dann wird es hell.

Vater Unser

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Es segne euch der liebende Gott.
Er fülle eure Herzen mit Zuversicht.
Jesus Christus begleite euch,
wo immer ihr seid und schenke euch seine vergebende Wärme.
Der Heilige Geist kehre in euch ein,
werde groß in euch und fülle euch mit Lebensmut und Freude.

Im Namen des Vaters und des Sohne und des Heiligen Geistes.
Amen.