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Gottesdienst 19.April

Biblisches Votum für den Sonntag Quasimodogeniti, 19.4.2020

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wieder geboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.
(1. Petrusbrief 1,3)

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes.

Amen.

Gebet

„Wie neugeboren“ –so möchte ich mich gerne fühlen, mein Gott.
Spüren, dass neues Leben in mir erwacht.
Neuen Mut fassen, dem meine Angst und Zweifel weichen.
Aufblühen nach langen Tagen und Wochen des Ausharrens.

Ich lebe ja von der Hoffnung, die du,mein Gott, mir schenkst,
von der Zukunft, die du für mich öffnest,
von der Freude, die du, mein Gott, mir bereitest
durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus.

Leben wird neu.
Neugeboren.
Lebendig.

Ja, Gott, verwandelt hast du mich.
In deinen Augen bin ich jetzt schon der neue Mensch,
der ich sein kann.

Danke!

Amen.

Lied zum Sonntag: Dich rühmt der Morgen

Ein Text aus der Bibel
zum 1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti: Wie neu geboren)

Jesus zeigte sich seinen Jüngern noch einmal am See von Tiberias.
Das geschah so: Einige Jünger waren am See beieinander.
Simon Petrus sagte zu den anderen: „Ich gehe fischen!“
Sie antworteten ihm: „Wir kommen mit.“
Sie gingen zum See und stiegen ins Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Tag geworden war, stand Jesus am Ufer.
Die Jünger wussten aber nicht, dass es Jesus war.
Jesus fragte sie: „Kinder, habt ihr nicht etwas Fisch zu essen?“
Sie antworteten ihm: „Nein!“ -Da sagte er zu ihnen: „Werft das Netz an
der rechten Bootsseite aus. Dann werdet ihr etwas fangen!“
Sie warfen das Netz aus. Aber dann konnten sie es nicht wieder
einholen, so voll war es mit Fischen.
Der Jünger, den Jesus besonders liebte, sagte zu Petrus:
„Es ist der Herr!“

Als sie an Land kamen, sahen sie dort ein Holzkohlenfeuer brennen.
Darauf brieten Fische und Brot lag dabei.
Jesus sagte zu ihnen: „Bringt ein paar von den Fischen, die ihr gerade
gefangen habt. “Simon Petrus ging zum Ufer und zog das Netz an Land.
Es war voll mit großen Fischen –genau 153 Stück. Und das Netz zerriss
nicht, obwohl es so viele waren.
Da sagte Jesus zu ihnen: „Kommt! Es gibt Frühstück!“
Keiner der Jünger wagte es, ihn zu fragen: „Wer bist du?“
Sie wussten doch, dass er der Herr war.
Jesus trat zu ihnen, nahm das Brot und gab ihnen davon.
Genauso machte er es mit dem Fisch.
Das war nun schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern zeigte,
nachdem er vom Tod auferstanden war.
(Johannes 21, 1-14)



Gedanken zum Weiterdenken

Was tust du, wenn auf einmal nichts mehr ist, wie es mal war?
Jede und jeder reagiert wahrscheinlich auf ganz eigene Weise.
Verunsicherung. Zweifel. Angst.
Unruhe. Spannung. Neugierde.
Es gibt für Wendepunkte, Bruchstellen, Ausnahmesituationen im Leben
keine Formeln, keine Regeln.
Aber nachdem ersten Schreck kommt fast immer ein „Morgen danach“.
Der „Morgen danach“ bleibt oft unvergesslich.
Er fühlt sich an wie „alles auf Null“ gebracht.
Quasi modo geniti, -wie die neu geborenen Kinder.
Oder wie die Jünger nach Jesu Tod. Nichts mehr wie es vorher war.
Das wars. Alles auf Anfang. Oder?
Einige von ihnen hat es zurückgezogen in ihre Heimat,
an den See von Tiberias. Zurück an die Arbeit.
Tut auch manchmal ganz gut. Erdet mich.
Gibt vertraute Routine zurück.
Also statt Apostelgeschichte jetzt wieder Fischergeschichten?
Aber die Netze bleiben leer.

Vielleicht geht’s dir gerade wie diesen trüben Gestalten am See.
Erschöpft und leer nach vielen Wochen der Kontaktarmut,
der Einschränkungen, der Unsicherheit und des Abwartens.
Aber es tut sich was. Am Ufer steht einer. Mit festem Boden unter den Füßen.
Und Zuversicht. So viel Zuversicht.
Das reicht.
Selbst für die erschöpften Jünger im leeren Boot.
„Kommt! Es gibt Frühstück!“
Ein neuer Tag beginnt.
Ich lasse mich einladen, dem Leben neu zu trauen.
Was für ein Morgen, der mit einem so herzlich vorbereiteten Frühstück beginnt.
Schon ehe die Jünger ihren Fang beisteuern können, hat Jesus am Ufer alles bereit.

Sehet und schmecket, wie freundlich der Herr ist!
Es geht weiter. Und es ist alles neu.

Bitten zum Weiterbeten

Gott.
An diesem Morgen bitten wir Dich:
Bleibe du uns nah,
auch wenn wir uns weiterhin voneinander fernhalten müssen.
Bleib uns nah,
dass wir dich nicht nur im Glück und Erfolg erkennen,
sondern auch unseren Erfahrungen von Leere, von Sorgen und Zweifeln.

Für die Traurigen beten wir und bitten dich um Zeichen der Fürsorge,
die auch auf Abstand Nähe schenkt und Trost.

Für die Fröhlichen beten wir und danken für alle Osterstimmung in diesen Tagen, für alle Heiterkeit, für den Humor, für befreitesLachen.
Für alle, die Leben schützen und retten,
bitten wir dich um Kraft und Ausdauer.
Für alle, die Verantwortung tragenin Wissenschaft und Politik, bitten wir dich um Weisheit, Mitgefühl und kluge Entscheidungen.Für die Menschen in schaukelnden Bootenauf offenemMeerbitten wir dich um Rettung und Hoffnung.Für die Menschen in den Lagern an den Grenzen bitten wir dich um Linderung ihrer Not.

Und was uns heute noch wichtig ist,
bringen wir in der Stille vor dich:

. . .

Wir beten zu Dir mit den Worten Jesu, der uns Halt und Hoffnung gibt:

Mit Jesus beten

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, 
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, 
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, 
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.



Segen

Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst,
niemand ist da, der mich mit Kraft erfüllt.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst,
niemand ist da, der mir die Hoffnung stärkt.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
der halte unseren Verstand wach
und unsere Hoffnung groß
und stärke unsere Liebe.

So segne und bewahre uns Gott, der Lebendige.

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.