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Altjahresabend 2020

Gottesdienstablauf zum „Altjahresabend“
zur Corona-Zeit, am 31. Dezember 2020 von Diakon Dietmar Jeske
als PDF zum Download.


Zünden Sie eine Kerze an, stellen Sie, wenn vorhanden, ein Kreuz auf,
stellen Sie Ihr Handy / Telefon auf lautlos und stimmen Sie sich damit ein, zu diesem Gottesdienst.

Begrüßung: mit Tagesspruch

Lied: Meine Zeit steht in deinen Händen
(Link: www.youtube.com/watch?v=HieIPw_A8YM)

P.: Liturgische Eröffnung : Im Namen des Vaters…

Psalm 121: EG 753

Lobpreis: EG 177.2 (Link: www.youtube.com/watch?v=kluMYwgx43I)

P.: Tagesgebet (endet mit: Herr erbarme dich)

Kyrie: EG 178.9 (Link: www.youtube.com/watch?v=yU7faqGWFdU)

P.: Gnadenspruch, (endet mit: Ehre sei Gott in der Höhe)

Gloria: EG 54,1 (Link: www.youtube.com/watch?v=l53M7TQ2WR8)

L.: Evangeliums-Lesung: Mt 13,24-30 + Halleluja-Vers

Halleluja: EG 181.6 (Link: www.youtube.com/watch?v=3ovIM-tuVfw&list=PLmBL57HHCMsBN_NYj4U70P-NYbvVpC-zD)

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Lied: EG 652 1 – 3 (Link: www.youtube.com/watch?v=MaqHcEmVtA4)
Predigt 3. Lied: EG 652 4 – 6 (Link: www.youtube.com/watch?v=MaqHcEmVtA4) Dank- + Fürbittengebet
Vaterunser P.: Wochenspruch
P.: Segen
G.: Amen

Lied: EG 63 1,2 +6 (Link: www.youtube.com/watch?v=rA2GN8NnolA)
2
Begrüßung
Meine Zeit steht in deinen Händen.
(Ps 31, 16a)
Mit diesem Vers aus dem 31. Psalm grüße ich Sie/Euch zum Gottesdienst am Altjahresabend.
Auch am letzten Tag des Jahres soll es die Möglichkeit geben, in einer kleinen Hausgemeinde Gottesdienst zu feiern.
Wir beten und hören Gottes Wort, wir singen und vertrauen, dass Gott bei uns ist an jedem neuen Tag.
Auch an allen Tagen im neuen Jahr.
Auch wenn das Jahr 2020 ein besonderes Jahr unter den Corona-Bedingungen war, merken wir auch an dieser Schwelle zu einem neuen Jahr, wie schnell die Zeit vergeht. Uns wird bewusst, dass unsere Jahre gezählt sind.
Manche haben liebe Menschen verloren, andere leiden darunter, dass überhaupt so wenig bleibt von den Momenten des Glücks, der Unbefangenheit und der überschwänglichen Hoffnung.
Wieder andere dagegen sind froh, dass auch das Unglück im Fluss der Zeit vergeht und sie nach großem Schmerz wieder Freude erleben können.
Wir hier im Gottesdienst sind verbunden durch den Herrn, der alle Zeit in seinen Händen hält.
Wenn auch alles vergeht, seine Güte bleibt ewig.
Möge Gott diesen Gottesdienst segnen
zu seiner Ehre. Amen
3

Lied: “Meine Zeit steht in deinen Händen”
Refrain: Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

Sorgen quälen und werden mir zu groß.
Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein? Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los. Vater, du wirst bei mir sein.
Refrain: Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb Nehmen mich gefangen, jagen mich. Herr ich rufe: Komm und mach mich frei! Führe du mich Schritt für Schritt.
Refrain: Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

Es gibt Tage die bleiben ohne Sinn.
Hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
Und ich frag, wo sie geblieben sind.
Refrain: Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
4
Eingangsvotum
Wir feiern diesen besonderen Gottesdienst:
Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Der Herr sei mit Dir/Euch!
Psalm 121 / EG 753
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.
Der HERR behütet dich;
der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der HERR behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!
Lobpreis: EG 177.2
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Tagesgebet
Das Jahr geht zu Ende.
Vor Gott denken wir an das, was war.
Vor ihn bringen wir auch die Menschen, die uns begegnet sind, und bekennen:
Herr, ich danke dir für alle Beziehungen in meinem Leben, die geglückt sind; für die Freundschaften, die Bestand hatten.
Ich bringe auch die quälenden Begegnungen vor dich,
die zerrissenen Beziehungen.
Ich schäme mich der Worte, mit denen ich andere verletzt habe.
Ich schäme mich, dass ich das Wort oft nicht fand, das einem anderen geholfen hätte.
Mich bedrücken die verpassten Gelegenheiten, in denen ich nicht den Mut hatte, auf einen anderen zuzugehen.
Jeder Augenblick tut mir leid, in dem ich dadurch schuldig wurde, dass ich Unrecht zuließ.
Kyrie eleison, Herr erbarme dich
Kyrie: EG 178.9
6
Gnadenspruch
Mir hast du Arbeit gemacht
mit deinen Sünden
und hast mir Mühe gemacht
mit deinen Missetaten.
Ich, ich tilge deine Übertretungen
um meinetwillen
und gedenke deiner Sünden nicht.
(Jesaja 43, 24b-25)
„Ehre sei Gott in der Höhe“
Gloria: EG 179 1
7
Evangeliumslesung – Lesung
(Matthäus 13,24-30)
Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach:
Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut.
Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten?
Er sprach: Nein, auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.
Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt in meine Scheune.
Halleluja,
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Halleluja

Halleluja, EG 181.6
8
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Als Antwort auf die Schriftlesung loben wir Gott
und bekennen unseren christlichen Glauben
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
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Lied – EG 652 1 – 3

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last. Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das Heil, für das du uns geschaffen hast.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
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Predigt
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit dir (euch allen)!
Liebe Gemeinde!
An diesem Silvestertag schauen wir zurück auf das vergangene Jahr.
Es ist üblich, die vergangenen Ereignisse so zu bewerten, dass „störendes“ zurückgelassen wird und uns das gelungene Schwung gibt, mit Hoffnung, Zuversicht und Freude ins neue Jahr zu „rutschen“.
2020 ist geprägt von vielen wirtschaftlichen, kulturellen, menschliche und sozialen Katastrophen.
Und es werden sichtbar viele kreative Versuche in der Kultur, aber auch im Arbeitsleben und im Miteinander.
Unter der Überschrift „Nähe durch Abstand“ schreibt Ludwig Greven im Deutschen Kulturrat:
„Die Corona-Krise schärft den Blick dafür, was wichtig ist“.
Die Mehrzahl in unserem Land beugt sich den verordneten Regeln, eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.
Aber es gibt auch Unmut unter den Menschen, die eine Verbesserung des Lebens anzweifeln, obwohl sie die Regeln einhalten.
Es ist erstaunlich, dass wir alle immer noch so friedlich leben und es kaum nennenswerte Aufstände gegen das offizielle Reglement gibt.
Für mich befinden wir uns nach diesem Jahr 2020 unterwegs.
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Wir haben viele Gewohnheiten hinter uns gelassen. Vertrautes haben wir regelgerecht aufgegeben.
Aber wohin gehen wir mit diesem neuen Jahr 2021?
So bin ich dankbar für unseren Predigttext aus dem 2 Mose.
Finden wir uns in diesen 3 Versen wieder?
Kann uns dieses Bild weiterhelfen?
Lesen wir aus dem

Buch Mose
im Kapitel 13
die Verse 20-22.
"So zogen sie [die Israeliten] aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.
Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.
Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht."
Was für ein großartiges Bild!
Und wem stehen diese beiden Säulen nicht sofort vor Augen?
Wie gut hatten es die Israeliten damals!
Dieses Phänomen ist wissenschaftlich immer noch nicht zu ergründen.
Es ist und bleibt ein echtes Wunder.
Und wunderbar ist auch die Gegenwart:
Gott geht vor ihnen her – als ob es keine zeitliche Beschränkung gäbe – auch bis heute?
Und noch etwas ist wundervoll:
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Die Anwesenheit Gottes ist unabhängig vom Verhalten der Menschen.
Wie oft wird in der Bibel davon erzählt, dass Gott sich wegen der „Sünden“ der Menschen von ihnen abwendet.
Oder auch, dass er sich zuwendet, weil ihm ein Opfergeruch besonders gut in die Nase gezogen sei.
In unserem Text ist Gott gegenwärtig in jeder Situation.
Keine Nacht kann so dunkel und angsterregend sein, als dass Gott sie nicht in Licht verwandeln könnte.
Und kein Tag mit seinen Konflikten, Sorgen und Nöten kann so verzweifelt machen, als dass Gott nicht in seinen Zeichen und Merkmalen bemerkbar wäre.
Können wir uns in diese Situation der Israeliten versetzen?
Sind wir aus einem „Ägypten“ ausgezogen, in dem wir zwar abhängig waren aber dennoch unser Auskommen hatten?
Ausgezogen sind wir aus dem Bewusstsein, immun zu sein gegen Krankheiten.
Ausgezogen sind wir aus dem Wissen, dass unsere Arbeitsplätze gesichert seien.
Ausgezogen sind wir aus dem sozialen Kuschelraum der Liebe, in dem Umarmungen oder zumindest Händeschütteln normal waren.
Jetzt gilt es, Liebe mit Abstand zu üben und Zeichen der Nähe zu geben und zu nehmen!?
Dieses „Ägypten“ liegt hinter uns.
Und manche sehnen sich danach zurück – oder auch danach, dass „alles wieder gut wird“.
So schlecht war die vergangene Zeit doch gar nicht.
Vielleicht ist unser Gottesdienst ein Innehalten in Sukkot, auf dt. „Hütten“.
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Noch haben viele ein Dach über dem Kopf, haben etliche ihr Aus- und Einkommen; „noch lachen wir / noch machen wir nur Witze“ singt Wolf Biermann in seiner 1973 veröffentlichten „Bilanzballade im dreißigsten Jahr“.
Und einige von uns haben den Eindruck, dass wir wie die Israeliten damals „am äußersten Rande der Wüste“ leben.
Die Pandemie hat die Seele von vielen Menschen erreicht.
Corona macht sich breit mit Angst, Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit.
Was wird morgen sein?
Wie wird 2021 verlaufen?
Ich bin sicher, dass die Israeliten damals ähnliche Gedanken hatten.
Und Wüste ist ein Ort des Todes, menschenfeindlich, freudlos, planlos.
Ein einfaches „UND“ verbindet die Situation der Menschen mit der Gegenwart Gottes: „Und Gott geht vor ihnen her – tagsüber in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen und nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie tags und nachts laufen können.
Nicht weicht tagsüber die Wolkensäule noch die Feuersäule nachts vor dem Volk.“
Wo haben wir heute solche Zeichen Gottes bei uns?
Zeichen, die nicht von unserer Haltung oder auch Zustimmung abhängen.
Zeichen, die alle, die unterwegs sind, wahrnehmen und sehen können.
An dieser Stelle bewegt mich der Gedanke Martin Luthers, der 1527, als die Pest in Wittenberg ausbricht, sagte:
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„Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren.
Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde.
Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen.
Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“
Sind nicht diese beiden Äußerungen Zeichen, die uns durch die Zeit der sog. Pandemie geleiten können?
Vielleicht lernen wir ein neues Hinsehen auf das, was oder wer jetzt wichtig für uns ist.
Auch das Volk in der Wüste musste die Gegenwart Gottes wahrnehmen und darauf vertrauen, dass ER mitgeht und den Weg weiß.
Aber dieses Vertrauen war keine Bedingung dafür, dass Gott mit den Menschen durch die Wüste geht.
„Gott ist bei uns am Abend und Morgen / und ganz gewiss an jedem neuen Tag“ schreibt Dietrich Bonhoeffer in dunkelster Zeit des III. Reiches aus dem Gefängnis.
Wir sangen diese Worte eben vor der Predigt und werden diese gleich auch nach dieser Predigt.
Können wir mit diesen Gedanken vom Gott, der mit uns geht, einen guten „Rutsch ins neue Jahr“ wagen?
Vielleicht können wir unsere Wüsten-Situation besser ertragen, wenn wir das Bild von der Wolken- und der Feuersäule vor unsere Seele stellen.
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Dann können wir vielleicht besser hinter uns lassen, was uns im vergangenen Jahr belastet, verzweifelt und krank gemacht hat.
Und in manchen Familien hat sich viel „Wüste“ ausgebreitet!
Und vielleicht ist hier Luthers Bemerkung zu einem gottesfürchtigen Glauben hilfreich und weiterführend:
„Wenn mein Nächster mich aber braucht, weil ihn die Wüste der Angst und Verzweiflung zu ersticken droht, dann will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen“.
So geht Gott mit uns auch in dieses neue Jahr 2021.
Und der Friede Gottes,
welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne
in Christus Jesus unserem Herrn.
Amen.
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Lied – EG 652 4 – 6

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wolln wir des Vergangenen gedenken, und dann gehört dir unser Leben ganz.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so laß uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.
Refrain: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
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Dank- & Fürbittengebet
Wir wollen beten:
Barmherziger, treuer Gott,
wir schauen auf dieses Jahr zurück.
Ein Virus hat unser Leben verändert.
Was zuvor vertraut war, mussten wir aufgeben.
Wir waren in Sorge um unsere Lieben.
Wir haben täglich von Infizierten und Toten gehört.
Wir haben uns nicht an die täglichen Zahlen gewöhnt.
Wir sind erschöpft.
Du aber warst bei uns,
barmherziger, treuer Gott,
wir legen dieses Jahr in deine Hände zurück.
Nimm auf dein Herz die Trauer um die Tausenden Toten.
Nimm auf dein Herz die Schmerzen.
Lass die Liebe dieses Jahres weiter blühen.
Lass die Furcht dieses Jahres vergehen.
Du aber warst bei uns,
barmherziger, treuer Gott,
wir legen dieses Jahr in deine Hände zurück.
Menschen, die wir zuvor nicht kannten, wurden uns wichtig.
Wir sind dankbar für die Berührungen, die möglich waren.
Wir sind dankbar für die Hilfe, die wir erfahren haben.
Wir sind dankbar für die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Wir sind dankbar für die Musik.
Bei uns wohnender Gott,
zur Zeit des Jahreswechsels wüssten wir schon gerne genau, was kommen wird.
Wir wissen, dass dies nicht geht.
Nur bitten wir:
Mach das Glück des neuen Jahres groß
und mach das Dunkel hell.
Aber du sagst uns in allem Übergang zu:
Ich bin mit dir!
Ich bleibe bei dir,
gestern, heute, morgen und in Ewigkeit.
Amen.
18
Mit den Worten Jesu beten wir weiter:
Vater unser im Himmel Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Segen
Sei(d) für diesen Jahreswechsel beschützt
und geh(t) mit Zuversicht ins neue Jahr:
Der Gott des Friedens und des Lebens
segne und behüte euch.
Er gehe mit euch ins neue Jahr
und schenke euch Zeiten der Liebe und der Versöhnung.
Er stehe euch bei, beim Kampf gegen jene Mächte in euch,
die das Werden und Reifen verhindern.
Er schenke euch Glauben und Zuversicht,
seinem Versprechen zu trauen:
“Ich bin bei euch alle Tage.”
Das gewähre euch Gott, der will,
dass alles wächst und alles blüht:
die Blumen und das Gras, die Fische und die Vögel,
die Tiere und der Mensch
– der Schöpfer des Himmels und der Erde,
der Sohn der Güte und Barmherzigkeit
und der Geist der Liebe und des guten Willens.
Amen.
19
Da das neue Jahr um Mitternacht
nur mit Glockengeläut
und ohne Feuerwerk begrüßt werden wird,
stimmen wir uns nun mit dem passenden Lied
in diesen Jahreswechsel ein:
„Das Jahr geht still zu Ende“

Lied – EG 63 1,2+6

Das Jahr geht still zu Ende,
nun sei auch still, mein Herz.
In Gottes treue Hände
leg ich nun Freud und Schmerz
und was dies Jahr umschlossen,
was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen, die geflossen,
die Wunden brennend heiß.

Warum es so viel Leiden,
so kurzes Glück nur gibt?
Warum denn immer scheiden,
wo wir so sehr geliebt?
So manches Aug gebrochen
und mancher Mund nun stumm,
der erst noch hold gesprochen:
du armes Herz, warum?

Hilf du uns durch die Zeiten
und mache fest das Herz,
geh selber uns zur Seiten
und führ uns heimatwärts.
Und ist es uns hienieden
so öde, so allein,
laß in deinem Frieden
uns hier schon selig sein.
20
Jahreslosung 2021
(Lukas 6,36)
Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig,
wie auch euer Vater
barmherzig ist!
Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Jahreswechsel
und für des neue Jahr
vor allen Gesundheit!
Passen Sie gut auf sich,
Ihre Lieben und Ihren Nächsten auf!
Ihr
Diakon


P.S.: Möchte mich entschuldigen,
dass einige Youtube-Videos
mit einer Werbung beginnen.
Konnte leider nicht verhindert werden.