Newsletter Kontakt Spenden

2.Advent

als PDF zum Download von Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling.

Gottesdienst to go 2. Advent – Nikolaus

Orgelvorspiel

Herzlich willkommen zum Gottesdienst für groß und klein zum 2. Advent, wir zünden die 2. Kerze an. Und da heute noch ein besonderer Tag ist, wird es auch darum noch gehen. Man darf gespannt sein.
Manches an diesem Gottesdienst ist zum Mitmachen, was auch zuhause durchaus möglich ist.

Im Namen des Vaters und des Sohnes u. des Hlg Geistes.
Amen

Gott ist wie ein Mensch, der uns liebhat.
(sich selbst die Wange streicheln )
Jesus ist wie ein Licht,
das uns den Weg vor uns zeigt
(Arme nach vorne ausstrecken und
Zeigefinger zeigen in die gleiche Richtung)
und der Heilige Geist ist wie der Wind, der um uns herum weht.
(Arme ausbreiten und sich um sich selbst drehen)
Amen.

Lied:

Wir sagen Euch an den lieben Advent, sehet die erste Kerze brennt. Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn die Wege bereit. Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr, Schon ist nahe der Herr.

Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die zweite Kerze brennt. So nehmet euch eins um das andere an, wie auch der Herr an uns getan. Freut euch ihr Christen, …

Gebet:

Sprecher 1 Dagmar
Mein Gott! Ich kann dich gar nicht sehn.
Und doch sagst du: Ich bin bei dir.
Mein Gott! Wie soll ich das verstehn?
Ich bitte dich: Komm zeig es mir!
Bist du ein Haus aus dicken Steinen
Mit Fenster und mit einem Dach?
Gibst Du den Großen und den Kleinen
Stets ein Zuhause Tag und Nacht?

Gisela vom Platz aus
Bist du ein Licht mit bunten Strahlen,
das meinen dunklen Weg erhellt?
Kann ich dich wie die Sonne malen,
die morgens in mein Zimmer fällt?

Esther vom Platz aus
Bist du ein Lied, das alle singen,
weil seine Melodie so schön,
bei dem wir lachen, tanzen, springen
und lauter gute Dinge sehn?

Dagmar
Mein Gott! Ich kann dich gar nicht sehen.
Und doch sagst du: Ich bin bei dir.
Mein Gott! Wie soll ich das verstehn?
Ich bitte dich: Komm zeig es mir!
Amen.

Liebe Kinder, liebe Erwachsene, wir haben einen Brief bekommen. Heute in diesem Gottesdienst! Wer uns hier wohl schreibt?

(Brief) Ich will euch von mir erzählen.
Vor langer Zeit, im 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, lebte ich in Myra in Kleinasien, ich war Bischof in dieser Stadt. Die Menschen mochten mich sehr, ich half ihnen wo ich konnte und er erzählte ihnen von Gott und seiner Geschichte mit uns Menschen.
Doch dann geschah es, dass es in Myra das ganze Jahr nicht regnete. Kein Tropfen viel auf die Erde, die Sonne schien mit aller Kraft die ganze Zeit.
Auf den Feldern verdorrte die Saat, es wuchs nichts, kein Korn, kein Apfel oder andere Früchte, die Blätter vertrockneten auf den Bäumen.
Die Menschen brauchten alle ihre Vorräte auf und leideten entsetzlichen Hunger. Mit großen Augen fragten die Kinder ihre Eltern:
„Habt ihr etwas zu essen?“ Doch die Eltern schüttelten nur traurig mit dem Kopf.
Da kamen die Kinder zu mir, sie hofften, dass ich ihnen helfen könnte, sie fragten mich:
„Lieber Bischof hast du ein Stück Brot für uns, wir haben solchen Hunger und den ganzen Tag noch nichts gegessen.“
Die Blicke der Kinder zerrissen mir das Herz. Doch auch ich hatte nichts mehr, was ich ihnen hätte geben können, so sagte ich: „Ich habe leider auch nichts mehr, zu gern würde ich euch etwas geben. Aber lauft schnell rüber zum Bäcker, vielleicht hat er noch Reste.“
So liefen die Kinder zum Bäcker, aber auch er hatte kein Brot mehr, nicht einen Krümel. Der Bäcker sagte: „Der Müller hat mir kein Mehl geliefert und daher konnte ich nicht backen. Es tut mir leid.“
Schnell liefen die Kinder weiter zum Müller: „Herr Müller, hast du noch einen Rest Mehl damit wir ein Brot backen können?“
Traurig schüttelte der Müller seinen Kopf: „Der Bauer hat mir kein Korn gebracht, daher habe ich kein Mehl.“
Dann liefen die Kinder noch zum Bauern und fragten nach ein paar Körnern, doch auch der Bauer sagte nur traurig: Es ist nichts auf den Feldern in diesem Jahr gewachsen, nicht ein Halm ist aufgegangen, es ist nichts gewachsen.“
Traurig und entmutigt gingen die Kinder zurück zum Bischof.
Mit großen Augensahen sie mich an und fragten sie: „Bischof, was sollen wir tun?“
„Lasst uns gemeinsam beten!“ Und das taten wir dann auch. Ich überlegte und überlegte. Und dann kam mir eine Idee, es sollten doch die Kornschiffe für den König kommen und in unserem Hafen verladen werden. Um den Kindern ein wenig Hoffnung zu geben sagte ich:
„Ich habe gehört das Kornschiffe für den König aus einem anderen Land kommen sollen, vielleicht können wir denen etwas abkaufen. Jetzt geht nach Hause und morgen wollen wir gemeinsam zu Hafen gehen und nach den Schiffen Ausschau halten.
Am nächsten Morgen, die Sonne war gerade aufgegangen, lief ein kleiner Junge zum Hafen, er konnte vor Hunger nicht schlafen und wollte schon mal Ausschau halten.
Und wie er so auf das offene Meer hinausguckte, sah er ganz hinten am Horizont einen kleinen schwarzen Punkt. Erst nur einen und dann mehrere. Diese Punkte wurden schnell größer. Der Junge rieb sich die Augen, ja war das möglich, das waren Schiffe. Ob das die Kornschiffe für den König waren.
So schnell ihn seine kleinen Beine trugen lief er zum Haus des Bischofs. Schon von weiten rief er, Bischof, Bischof komm schnell, da kommen Schiffe auf unseren Hafen zu.“
Mit dem Jungen an der Hand lief ich zum Hafen. Tatsächlich da kamen drei Schiffe und sie legten im Hafen an. Ich wartete bis der Kapitän des Schiffes an Bord erschien und fragte ihn: „Habt ihr Korn geladen?“
„Ja, bis unters Dach, sagte der Kapitän, doch das ist für den König.“
„Könnt ihr uns nicht etwas abgeben, die Menschen in meinem Dorf leiden Hunger, sie haben seit Tagen nichts mehr gegessen.
„Ich würde euch gern was geben, aber der König wirft mich in den Kerker, wenn ich ihm nicht die gesamte Ladung bringe. Es geht nicht. Ich flehte ihn an.
„Schau dir die Kinder an, ihre Bäuche sind leer und knurren so laut, das es jeder hören kann. Kannst du das mit ansehen.“
Der Kapitän überlegte, wenn er dem Bischof ein paar Säcke Korn geben würde, würde es dem König vielleicht gar nicht auffallen. Die Kinder taten ihm sehr leid.
„Okay, sagte der Kapitän, „ich gebe dir ein paar Säcke, damit ihr wenigstens den Winter übersteht. Und er wies seine Leute an die Säcke mit Korn auf die Wagen der Leute, die sich mittlerer weile im Hafen eingefunden hatten zu verteilen. Schnell brachten sie das Korn zum Müller, der Mehl daraus mahlte und dann wurde das Mehl an den Bäcker und die Familien verteilt, und bald roch es im ganzen Dorf noch frischem Brot. An diesem Abend blieb keiner hungrig.
Der Kapitän aber lieferte das Korn beim König ab und siehe da es fehlte nicht ein einziges Gramm an der vom König bestellten Menge.
„Wie kann das sein,“ fragte sich der Kapitän, „es fehlt nicht ein Gramm.“

Na, wisst ihr nun wer ich bin????

Ich grüße euch von Herzen und wünsche euch heute einen schönen Tag.

Euer ???

Und, von wem ist unser Brief wohl? Na klar, er ist vom Nikolaus!

Nikolaus war als Bischof sehr beliebt. Es gibt noch andere Geschichten über ihn, wie er anderen Menschen in ihrer Not geholfen hat.

Gott ist da, wo wir anderen Menschen helfen und eine Freude machen. Das können wir heute auch…. zu eine einfachen Aktion wollen wir heute einladen:

Post zu bekommen, wie wir heute, ist doch immer toll!

Wie wäre es, wenn alle hier heute jemandem schreiben? Der Oma oder jemand anderem einen richtigen Brief?

Lied:
Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen fürchtet euch nicht, Gott hat ruch lieb, groß und Klein, seht auf des Lichtes Schein.

Und nun könnt ihr sagen, zu wem ihr ein Licht tragen wollt mit einem Brief, oder vielleicht einem Anruf: ...

Impuls:
Das ist schon mal ein Lichtblick der in die Welt kommt.
Doch es gibt so viel Dunkelheit… wir müssen so viel warten. Warten auf Weihnachten. Warten auf das Ende von Corona.
In diesem Jahr hat das Warten auf Erleichterung, auf Gute Nachrichten tatsächlich noch mal eine andere Dimension bekommen.
Doch nicht allen gelingt es geduldig zu warten… auch in mir steigt die Ungeduld, der Frust, wann wird es endllich wieder normale Zeiten geben? Wann können wir uns wieder normal sehen? Wann wieder ins Restaurant gehen?
Warten ist entsetzlich… oder nicht?

Wir hören dazu Worte aus der Bibel Jak 5,7-8, 11

7 Haltet nun also geduldig aus, Geschwister, bis der Herr wiederkommt!
Denkt an den Bauern, der darauf wartet, dass auf seinem Land die kostbare Ernte heranreift. Ihretwegen fasst er sich in Geduld, bis der Herbstregen und der Frühjahrsregen auf das Land gefallen sind.
8 Fasst auch ihr euch in Geduld und stärkt eure Herzen im Glauben, denn das Kommen des Herrn steht nahe bevor. … Ihr habt von der Standhaftigkeit Hiobs gehört und wisst, dass der Herr bei ihm alles zu einem guten Ende geführt hat, denn der Herr ist zutiefst barmherzig und voll Mitgefühl.

Auch die Christen in den Jahrzehnten nach dem Tod und der Auferstehung Jesu warteten. Sie wurden verfolgt von Juden und Römern. Manche wurden umgebracht. Jesus sollte wiederkommen, doch nichts passierte.
Auch damals sahen die Menschen die Welt am Abgrund. Jakobus schrieb eine Predigt, auch wie einen Brief an alle damaligen Christen in dieser Wartezeit. Daraus haben wir gerade gehört.
Aber was sagt uns das?

Jakobus verwendet ein Bild aus der Natur, das alle kennen. Wenn ein Bauer Samen aufs Feld wirft, weiß er dass in einigen Monaten dort reiche Ernte wächst. Er zweifelt nicht, auch wenn er lange gar nichts sieht. Es ist einfach sicher dass es gut wird.
Wir wissen, dass Gott Mitgefühl hat. Dass er uns dafür geschaffen hat, dass die Liebe und das Licht in der Welt strahlen. Und genauso sicher wird das auch eintreffen, weil Gott verlässlich ist.
Und er erinnert an die Geschichte von Hiob. Hiob hatte alles verloren, was ihm wichtig war und gab den Glauben an Gott nicht auf. Stur hielt er daran fest, schimpfte mit Gott, aber er vertraute ihm und ließ damit nicht nach. Und dann konnte er Gott selbst ganz nah erleben, und in seinem Leben änderte sich alles zum Guten.

Also: sich nicht verunsichern lassen. Das Gute wird kommen, wenn wir auf Gott so selbstverständlich vertrauen wie der Bauer auf die Natur, und das Unsrige tun….
Weihnachten wird kommen, und uns berühren, auch wenn es anders sein wird, als normal.
Das Ende von Corona wird kommen und wir werden Wege gefunden haben, menschlich zu bleiben, Licht zu verteilen, füreinander da zu sein, so sicher wie der Same aufgeht. Darauf vertrauen wir. Amen

Lied EG 7

Oh Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf, reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

O Gott, ein Tau vom Himmel gieß, im Tau herab, o Heiland, fließ. Ihr Wolken brecht und regnet aus, den König über Jakobs Haus.

O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd, dass Berg und Tal grün alles werd. O Erd, herfür dies Blümlein bring, O Heiland, aus der Erden spring.

Wo bleibst Du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt? O komm, ach komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal.

O klare Sonn, du schöner Stern, dich wollten wir anschauen gern. O Sonn, geh auf, ohn deinen Schein, in Finsternis wir alle sein.

Hier leiden wir die größte Not, vor Augen steht der ewig Tod. Ach komm, führ uns mit starker Hand vom Elend zu dem Vaterland.

Da wollen wir all danken dir, unserem Erlöser, für und für. Da wollen wir all loben dich zu aller Zeit und ewiglich.

Fürbitten

Guter Gott wo wir ungeduldig sind, da bist du ganz geduldig, und wir lernen von Dir
Wo wir ungerecht sind, da bist du gerecht und wir lernen von Dir.
Wo wir schuldig werden, da vergibst du und wir lernen von Dir.

Lass uns in dieser Zeit des Wartens nicht vergessen, dass du es bist, dem wir den Weg bereiten in unsere Herzen. denn Du bist es, der uns durch Höhen und Tiefen trägt, denn Du bist es der unsere Zukunft hell macht

So warten wir, dass dein Reich komme,
zu allen Menschen, in alle Familien wo Not ist.
Zu allen die traurig sind, zu allen, die allein sind.
Auf dass dein Reich komme, in uns und durch uns
hier und da schon jetzt denn Dein heiliger Geist beflügelt uns.
Auf dass dein Reich komme,
auf dass Du kommst und in den Herzen aller Menschen einziehst.
Amen.

Vaterunser

Gott, Du bist innen
(Arme vor der Brust kreuzen)
Und aussen
(Arme zur Seite strecken)
Und um uns herum.
(Einmal um sich drehen)
Du gibst unseren Beinen festen Stand.
(Fest mit den Beinen aufstampfen)
Dein Segen hält uns geborgen in deiner Hand
(Eine Schale mit den Händen machen)

Segen

Und so segne uns der Vater,
der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Orgelnachspiel zu Macht hoch die Tür